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04 | 11 | 18 | 25
Miss Bodyguard
Hot Pursuit
Eine perfektionistische, verklemmte Polizistin soll die lebenslustige und offenherzige Frau eines Drogenbosses besch�tzen, die als Zeugin im Prozess gegen Kartellmitglieder aussagen soll. Die Frauen, die gegens�tzlicher nicht sein k�nnten und sich nicht leiden k�nnen, m�ssen lernen, zusammenzuarbeiten, denn sie sind im Kampf gegen Gangster, korrupte Cops oder den Stra�enverkehr ganz auf sich allein gestellt. Dennoch bleibt Zeit, um gemeinsam shoppen zu gehen und neue Bekanntschaften zu schlie�en.
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1994 begann Anne Fletcher ihre Karriere als T�nzerin bei der Familie Feuerstein und stieg in ihrem Metier allm�hlich auf - von der assistierenden Choreografin bei Boogie Nights oder Lebe lieber ungew�hnlich bis hin zur Hauptchoreografin bei Girls United, Down with Love - Zum Teufel mit der Liebe!, dem Remake von Hairspray, Real Steel - Stahlharte Gegner wie auch bei ihrem Regiedeb�t Step up. Sie choreografierte auch f�r Joss Whedon bei der Buffy-Episode �Once more, with Feeling� wie auch in dessen Serie Firefly, sowie in Serien wie Six Feet under oder zuletzt bei den Alien-Neighbors.

Nach dem Tanzfilm Step up sa� sie bei den Hochzeitsfilmen 27 Dresses mit Katherine Heigl und James Marsden sowie Selbst ist die Braut mit Sandra Bullock und Ryan Reynolds auf dem Regiestuhl. 2012 inszenierte sie die liebevolle Mutter-Sohn-Kom�die ►Unterwegs mit Mum mit Barbra Streisand und Seth Rogen, die nicht allzu gro�en Anklang fand. Jetzt hat sie sich in einem Buddy-Road-Movie versucht.

In Miss Bodyguard, der einfach ein grauenhafter deutscher Titel ist, der offensichtlich das Publikum von Sandra Bullocks Erfolgen mit den Miss Undercover-Filmen ansprechen soll, damit jedoch nicht im Geringsten in irgendeiner Weise zu tun hat, schickt sie Reese Witherspoon und Sof�a Vergara auf einen wilden Trip durch Texas.

�Es ist so interessant, Sof�a zuzusehen, sie hat ein gro�artiges Gesp�r f�r kom�diantisches Timing und Einf�hlverm�gen�, sagt Reese Witherspoon �ber ihre Filmpartnerin. �Physisch passen wir �berhaupt nicht zusammen. Sobald wir uns gesehen haben, war mir klar, dass wir ein gutes Paar abgeben w�rden, nicht nur, weil wir ein tolles Verh�ltnis zueinander hatten, sondern auch, weil sie so gro� und stark gebaut ist. Neben ihr f�hlte ich mich klein und drollig. Ich wusste wir k�nnten damit arbeiten.�

Offensichtlich hatte der Dreh den beiden sehr viel Spa� bereitet, wie die Blooper im Abspann aufzeigen. Immerhin haben beide den Film mitproduziert und konnten so tun und lassen, was ihnen Spa� machte. Es ist jedoch Eines, bei der Arbeit Spa� zu haben, etwas Anderes jedoch, mit dem Endprodukt die Zuschauer zu graulen. Wenn die Blooper witziger sind als der Film, kann das kein gutes Omen sein. W�hrend der kleine �Jose Bieber� Reese Witherspoon mit ihrer kleinw�chsigen Stimme Polizeicodes und andere Sachen roboterhaft herausplappert, qu�ngelt Sof�a Vergara mit ihrer langgezogenen Latino-Stimme st�ndig herum.

Klar, das geh�rt zur Geschichte und ihren Filmfiguren, sie h�tten es aber auch etwas zur�ckhaltender pr�sentieren k�nnen. Das Gezeter zwischen den beiden ist schlie�lich auch das gro�e Manko des Films - gleich neben dem Humor der beiden TV-Comedy-Serien-Autoren und -Produzenten David Feeney und John Quaintance. Ja, es gibt einige Gags, die ordentlich z�nden, bei den meisten fragt man sich jedoch, wie so etwas komisch sein soll bzw. wer so etwas komisch findet. Es fehlte auch oft an Timing oder an einem Machtwort wie �Jetzt ist aber genug!�

Es ist ein zumeist nerviger Film. Sicher, die Paarung an sich ist mal etwas Neues, doch das Drehbuch und das kom�diantische Timing machen bei solchen Filmen einen wichtigen Teil aus, weshalb Autoren von Comedyserien auch ein anderes Gef�hl f�r solche Dinge besitzen. Vielleicht ist der Film auch deshalb unter 90 Minuten Laufl�nge geblieben. Auch Sof�a Vergara ist durch eine Comedyserie ber�hmt geworden, weshalb dieses Klischee der qu�ngelnden Latinobraut auch nicht in dem Ma�e auf die Leinwand geh�rt. Bei ihrem letzten Einsatz in John Turturros ►Pl�tzlich Gigolo hat sie jedenfalls weitaus weniger genervt! Und Reese Witherspoon ist gew�hnlich auch besser als, wie in diesem Fall, Withoutherspoon. ■ mz

Kom�die/Krimi/Action
USA 2015
88 min

mit
Reese Witherspoon (Rose Cooper)
Sof�a Vergara (Daniella Riva)
Michael Mosley (Det. Dixon)
Matthew del Negro (Det. Hauser)
John Carroll Lynch (Captain Emmett)
Robert Kazinsky (Randy)
Richard T. Jones (Det. Jackson)
Benny Nieves (Jesus)
Michael Ray Escamilla (Angel)
Mike Birbiglia (Steve)
Jim Gaffigan (Red)
Joaqu�n Cosio (Vicente Cortez)
Vincent Laresca (Felipe Riva)
u.a.

drehbuch
David Feeney
John Quaintance

musik
Christophe Beck

kamera
Oliver Stapleton

regie
Anne Fletcher

produktion
MGM
New Line Cinema
Pacific Standard
Warner Brothers

verleih
Warner Brothers

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