Hugo Cabret
© GK Films/Jaap Buitendijk
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Oscar®-Preisträger Martin Scorsese gilt weltweit als einer der wichtigsten, einflussreichsten und renommiertesten Filmemacher des späten 20. Jahrhunderts und prägte wie kein Zweiter das moderne amerikanische Kino. Als Altmeister des New-Hollywood-Kinos setzte er durch seine einzigartige Filmsprache und seinen unnachahmlichen Erzählstil neue Maßstäbe und hat mit Meisterwerken wie Taxi Driver, Goodfellas, Departed oder Shutter Island längst seinen Platz in der Filmgeschichte eingenommen.
Immer auf der Suche nach neuen Erzählwegen, hat der Visionär und Pionier mit der Verfilmung von Hugo Cabret nun sein Herzensstück realisiert und lädt zu einer spannenden Reise in eine magische Welt ein. Mit der Inszenierung des preisgekrönten Kinderbuches „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ realisiert Martin Scorsese nicht nur seinen ersten 3D-Film, sondern verwirklicht seine persönliche Hommage an die Filmgeschichte. Nach ►The Artist ist Hugo Cabret ein weiterer Film, der das Kino zelebriert - diesmal jedoch gehen wir weiter zurück, in die Zeit der Anfänge des Kinos.
Das Stereoskopieverfahren, das erstmals durch James Cameron in ►Avatar – Aufbruch nach Pandora zum imposanten Einsatz kam, bot für Scorsese den idealen Weg, die neuen Möglichkeiten des dreidimensionalen Erzählens vollends auszunutzen. Zudem lobte James Cameron seinen Kollegen, dass der Einsatz der 3D-Effekte in Hugo Cabret jetzt schon zu den besten der Filmgeschichte gehöre. Mit seiner einzigartigen Kombination von Kenntnisreichtum und Beobachtungsgabe verwandelt Scorsese Hugo Cabret in ein filmhistorisches Meisterwerk. Inzwischen steht der Film in der IMDb auf Platz 200 der besten Filme aller Zeiten!
Paris, 1931. Tausende Menschen eilen täglich durch die große Halle des Pariser Gare Montparnasse, und sie alle haben noch nie einen Gedanken daran verschwendet, wer eigentlich dafür sorgt, dass die ganzen Bahnhofsuhren immer auf die Minute richtig gehen. Sie wären sicher höchst überrascht, wenn sie erführen, dass ein zehnjähriger Junge namens Hugo Cabret diesen Job macht.
Sein Essen stiehlt er von den verschiedenen Verkaufsständen und ist dabei ständig auf der Hut vor dem Stationsvorsteher, der ausgesprochen wenig von räuberischen, elternlosen Herumtreibern in seinem Bahnhof hält. Von seinem Geheimversteck aus beobachtet Hugo das bunte Treiben im Bahnhof und schaut zu, wie die Ladenbesitzer ihren Geschäften nachgehen: die Blumenverkäuferin Liselle, der Zeitschriftenhändler Monsieur Frick, die Cafébesitzerin Madame Emilie und der Antiquar Labisse.
Auf einen hat es Hugo aber ganz besonders abgesehen: auf Monsieur Georges. Der alte Mann, gebeugt, kahlköpfig und stets schlecht gelaunt, betreibt einen Laden, in dem sich aller mögliche Krimskrams findet, vor allem aber mechanische Spielzeuge, die Georges selbst baut und repariert. Monsieur Georges’ Laden ist für Hugo eine Fundgrube für Ersatzteile – für die Bahnhofsuhren, aber auch für sein Geheimprojekt: einen menschenähnlichen Automaten aus Metall, den Hugo und sein Vater zu dessen Lebzeiten wieder funktionstüchtig machen wollten.
Als Hugo eines Tages erwischt wird, beginnt das größte Abenteuer seines Lebens. Was hat der Automatenmensch mit Monsieur Georges zu tun? Warum trägt dessen Nichte einen Schlüssel um ihren Hals, der ins Schloss des Automatenmenschen passt? Hugo und die neugierige Isabelle gehen auf eine Schnitzeljagd, bei der Hugo dem Stationsvorsteher entkommen muss, um nicht im Waisenhaus zu landen, und Monsieur Georges’ Erbe entdeckt werden muss…
Produzent Graham King erklärt, wie die zunächst vielleicht doch unerwartete Kombination von Scorsese und Hugos Geschichte zusammenpasst: »Scorseses Filme haben immer eine ganz bestimmte Sinnlichkeit gehabt, und das gilt für Hugo Cabret ganz genauso. Die ungeheure Vorstellungskraft und die großartigen schauspielerischen Leistungen – all das findet man auch hier. Der einzige Unterschied ist, dass sich dieser Film nicht in erster Linie an ein erwachsenes Publikum richtet, sondern an alle Altersgruppen.«
Scorsese erzählt: »Als ich das Buch zum ersten Mal las, ahnte ich noch nicht, dass sich der ältere Herr im Spielzeugladen als Georges Méliès entpuppen würde. Dabei ist es eine wahre Geschichte. Er war pleite, und er arbeitete 16 Jahre lang in einem Spielzeugladen im Gare Montparnasse.«
Ben Kingsley erklärt. »Wir haben die Geschichte in dem Punkt nur minimal verändert. Es wurde tatsächlich allgemein angenommen, dass Méliès in den Jahren des Weltkriegs gestorben war, dabei hatte er sich nur in den Laden zurückgezogen. Wir haben dies alles anhand von alten Fotos und Berichten von Leuten, die ihm nahestanden, rekonstruieren können. Ich finde es sehr charmant, wie uns hier die Historie ganz sanft geleitet hat.«
Wann immer es darum ging, einen von Méliès’ Filmen direkt in Hugo Cabret zu zitieren, gaben sich die Filmemacher allergrößte Mühe, alle Aspekte des Films mit der größtmöglichen Authentizität nachzubilden: das Aussehen der Darsteller, ihre Bewegungen, die Kostüme, die Beleuchtung und die Spezialeffekte. Die Einstellungen wurden Bild für Bild minutiös nachgestellt.
Méliès musste seinerzeit nach der Methode des „trial and error“ verfahren: Er filmte eine Szene, er ließ den Film entwickeln und schneiden, schaute ihn sich dann an – und erst dann war klar, ob eine Sache funktioniert hatte oder nicht. Der für die visuellen Effekte verantwortliche Rob Legato dagegen konnte auf bewährte Techniken zurückgreifen, um für Scorsese Kinomagie zu erzeugen, insbesondere in einer extrem aufwendigen Szene, in der eine Lok über den Prellbock hinausschießt, durch die Bahnhofshalle rast und schließlich durch eines der riesigen Glasfenster hindurch auf die Straße vor dem Bahnhof kracht.
Genau so ein Unfall passierte tatsächlich im Gare Montparnasse am 23. Oktober 1895. Das eindrucksvolle Foto der Lok auf der Straße, deren Anhänger noch im Fenster des Bahnhofs feststecken, nahm Legato als Ausgangspunkt für seine Arbeit. Er erzählt: »Ich hatte gleich das Gefühl, wir sollten die Szene mit Miniaturmodellen fotografieren. Damit hatte ich bei Titanic und bei Apollo 13 sehr gute Erfahrungen gemacht. Danach ließen wir den Zug und das Fenster im Maßstab 1:4 nachbauen, setzten das Ding in Bewegung, und das Ganze spielte sich ziemlich genau so ab wie damals, selbst die verknotete Endposition des Zuges war dieselbe wie auf dem historischen Foto.«
Einige Szenen wurden jedoch an realen Schauplätzen gedreht. Das Museum, in dem wir Jude Law als Hugos Vater bei der Arbeit sehen, steht allerdings nicht in Paris, sondern es handelt sich dabei um das Londoner Victoria & Albert Museum. Das Kino dagegen, das Isabelle und Hugo besuchen, ist ein echtes historisches Pariser Kino, dessen Eingangshalle für die Szene mit Plakaten für alte Stummfilme und Filme, die tatsächlich 1930 und 1931 in Paris zu sehen waren, geschmückt wurde.
Das Pariser Theater, in dem am Schluss die große Gala für Georges stattfindet, ist in Wirklichkeit ein historischer Hörsaal der Pariser Sorbonne im Quartier Latin im 5. Arrondissement. Die Szene, in der der junge Méliès zusammen mit Jeanne den Zaubertrick der schwebenden Jungfrau aufführt, wurde im Pariser Athénée Théâtre Louis-Jouvet gedreht, als Vorbild diente dabei ein altes Veranstaltungsplakat, das so originalgetreu nachgestellt wurde, dass Kostümbildnerin Sandy Powell sogar noch das Innenfutter von Jeannes Rock, das beim Schweben zu sehen ist, von Hand nachfärbte.
Ob es nun die Kostüme, die Ausstattung oder die Bauten sind: Das Paris des Jahres 1931 lebt in allen Teilen von Hugo Cabret. Auch die Filmmusik von Howard Shore ist eine Liebeserklärung an die französische Kultur der damaligen Ära und an die Frühzeit des Kinos: »Ich wollte, dass die Musik jeweils dieselbe Tiefe hat wie das dazugehörige Bild – die perfekte Verbindung von Licht und Klang.«
Hugo Cabret ist Scorseses Verbeugung vor dem Kino und des Filmpioniers Méliès. Es ist eine Art Geschichtsstunde mit einer spannend unterhalsamen Geschichte für Jung und Alt, die den Zuschauer für zwei Stunden in das Paris der 1930er Jahre entführt. Der 14-jährige Hauptdarsteller Asa Butterfield (Der Sohn von Rambow, ►Der Junge im gestreiften Pyjama und The Wolfman) trägt den Film mit seinen großen Augen und seinem souveränen Schauspiel und ist ein ehrwürdiger Gegenspieler zu Altmeister Ben Kingsley und dem sehr eindringlichen Sacha Baron Cohen. ■ mz
OT: Hugo
USA 2011
Drama/Kinderfilm
FSK: 6
126 min
3D
mit
Asa Butterfield (Hugo Cabret) Manuel Scheuernstuhl
Ben Kingsley (Georges Méliès) Peter Matic
Chloë Grace Moretz (Isabelle)
Sacha Baron Cohen (Stationsvorsteher)
Ray Winstone (Onkel Claude)
Emily Mortimer (Lisette)
Christopher Lee (Monsieur Labisse)
Helen McCrory (Mama Jeanne) Carin C. Tietze
Michael Stuhlbarg (Rene Tabard)
Jude Law (Hugos Vater) Philipp Brammer
u.a.
musik
Howard Shore
kamera
Robert Richardson
drehbuch
John Logan
basierend auf dem Buch „The Invention of Hugo Cabret“ von Brian Selznick
regie
Martin Scorsese
produktion
Paramount Pictures
GK Films
Infinitum Nihil
verleih
Paramount
Dame, König, As, Spion
© STUDIOCANAL
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Eine missglückte Aktion des britischen Geheimdienstes in Budapest hat politische Folgen: Der langjährige MI6-Chef Control und seine rechte Hand George Smiley müssen ihren Hut nehmen und eine junge Generation um den intriganten Percy Alleline übernimmt die Macht. Im Circus, wie der Auslandsgeheimdienst von seinen Agenten genannt wird, brechen neue Zeiten an.
Nur wenige Monate später wird Smiley reaktiviert: Im direkten Auftrag der Regierung soll er einem ungeheuren Verdacht nachgehen, den der mittlerweile gestorbene Control gehegt hatte: Gibt es an der Spitze des Circus einen Maulwurf des sowjetischen KGB? Fünf Männer hatte Control auf seiner Liste: den neuen Chef Percy Alleline, den selbstbewussten Bill Haydon, den altgedienten Roy Bland, den Bürokraten Toby Esterhase und seinen Ziehsohn Smiley selbst.
Smiley ist schockiert, dass Control ihn des Verrats für fähig hielt. Zusammen mit dem jungen Agenten Peter Guillam ermittelt Smiley fortan in den eigenen Reihen. Um den Verräter zu finden, darf er keinen Staub aufwirbeln und muss sich auf seinen Verstand und alte Freunde verlassen. Viele Spuren verlaufen im Sand, bis schließlich der junge Agent Ricki Tarr aus einem Einsatz in Istanbul einen entscheidenden Hinweis mitbringt. Smiley ahnt: Wer immer der Maulwurf im Gewimmel der Gänge des Circus ist, er ist Smiley um mehrere Züge voraus. Denn hinter ihm steht Karla, der brillante Stratege des KGB, der genau um Smileys größte Schwäche weiß.
Wohl kaum ein Autor kennt sich besser in der Welt der Spionage aus als John le Carré. Über zwanzig meisterliche Romane veröffentlichte er, nachdem er bis in die Ära des Kalten Krieges unter anderem als Undercoveragent für die britischen Geheimdienste MI5 und MI6 arbeitete. Mit dem schweigsamen Spion George Smiley stellte er bereits 1961 in seinem Debütroman „Schatten von Gestern“ jene Figur vor, die zu seiner berühmtesten Schöpfung avancieren und zentraler Charakter einer Reihe weiterer Bücher werden sollte. Darunter auch „Dame, König, As, Spion“, als Roman erstmals veröffentlicht 1974 und als Meisterwerk der Spionageliteratur im kulturellen Kanon des 20. Jahrhunderts unumstritten.
John le Carré: »Die Welt der Spione in meinen Büchern ist eine Metapher für die große Welt, in der wir alle leben. Wir beschummeln einander, belügen uns selbst, erfinden kleine Geschichten und schauspielern uns durchs Leben. Im Berufsleben, in der ganz normalen Welt ist das doch nicht viel anders. Ich glaube, dass Dame, König, As, Spion auch darum bis heute seine Wirkung nicht verfehlt. Als ich das Buch schrieb, wollte ich diese Universalität des Stoffes ausschöpfen und traf offenbar einen Nerv. Die Menschen wollten ihr Leben widergespiegelt sehen im Kontext einer Verschwörung. Das ist ein wiederkehrendes Muster zwischen den Menschen und den Institutionen, die sie erschaffen.«
Der schwedische Regisseur Tomas Alfredson, der durch seinem Vampirfilm So finster die Nacht (dessen US-Remake vor kurzem in unsere Kinos kam) einen guten Ruf in der Welt des Kinos besitzt, inszenierte nun seinen ersten englischsprachigen Film, für den er mit Absicht ausgewählt wurde, denn als Schwede besitzt er die nötige Objektivität, um an den Stoff heranzugehen.
»Dame, König, As, Spion ist sicher ein großer Schritt für mich«, sagt er. »Doch ich arbeite seit dreißig Jahren in Film und Fernsehen, und ich hatte viel Hilfe dabei, erstmals in Englisch und mit den Feinheiten der Sprache zu arbeiten. Manches Wort kann hier mehr sagen als in anderen Thrillern ein ganzer Dialog.«
Obgleich die Darstellung von Sir Alec Guinness gemeinhin zuerst mit le Carrés Figur des George Smiley assoziiert wird, weist der Autor gern darauf hin, dass der Meisterspion bereits von einer Reihe Schauspielern verkörpert wurde. So wurde Smiley bereits durch Denholm Elliott, Rupert Davies, Peter Vaughan und James Mason verkörpert. In der neuen Verfilmung übernimmt Gary Oldman die Rolle des knallharten Geheimagenten.
John le Carré, der mit Sir Alec Guinness zu dessen Lebzeiten eine gute Freundschaft pflegte, blieb nicht minder beeindruckt von Oldmans Arbeit: »Ich war restlos hypnotisiert von seiner Performance. Auf gewisse Weise habe ich mich immer mit Alecs Smiley identifiziert, doch Gary formt einen neuen Mann aus der Vorlage. Man fühlt die Beherrschung seiner Kunst, wenn er sein eigenes Leben verlässt und eine Rolle komplett ausfüllt. Mit seinem Smiley spürt man den Schmerz, die Gefahr und die Härte der Figur, den Schatten der Einsamkeit und manchmal ein Flackern von Grausamkeit in den Augen.«
»George Smiley ist ein köstlicher Charakter, eine wundervolle Herausforderung für jeden Schauspieler«, sinniert Oldman. »Er besitzt starken Sinn für Moral und erkennt zugleich die dunklen, unethischen Seiten seines Schaffens. Er kann die Stellschrauben der Bürokratie in seinem Sinne bedienen und Menschen manipulieren, deren Schwächen und Anfälligkeit er sieht wie auf einem Radar. Und vor allem ist er bestechend vielseitig und so vieles zugleich – von mildem Gemüt und mit gefährlichem Scharfsinn, mit einem Gedächtnis wie eine Stahlkammer und versiert im Spionagegeschäft wie wenige.
Doch trotz allem ist er ein angeschlagener Mann, verfolgt von Melancholie und privaten Verlusten. Welch brillante Idee von le Carré, ihn ausgerechnet Smiley zu nennen! Im Buch steht nur, er sei eher kurz geraten, unattraktiv und übergewichtig. John le Carré sagte mir, dass ich alle Freiheiten hätte, mir Smiley zu eigen zu machen. Und ich hoffe nur, was Anständiges daraus gemacht zu haben, was dieser absoluten Ausnahmefigur gerecht wird.«
Angelehnt an einen britischen Kinderreim („Tinker, Tailor – Soldier, Sailor – Rich Man, Poor Man – Beggar Man, Thief“) sind mit den Symbolen des Originaltitels innerhalb der Story jeweils Codenamen für Personen unter Verdacht gemeint. Und höchst verdächtig benimmt sich in Dame, König, As, Spion irgendwann jeder einmal.
Mit den zumeist ruhigen Bildern von Hoyte van Hoytema, der auch schon bei So finster die Nacht mit Alfredson zusammengearbeitet hat, und dem jazzig-langsamen Filmscore von Alberto Iglesias, der bereits 2005 bei der Verfilmung von John le Carrés „Der ewige Gärtner“ für die Musik verantwortlich zeichnete, gelang ein subtil spannender Thriller, der le Carrés Roman beeindruckend umsetzt.
Übrigens hat John le Carré auch einen Gastauftritt als Schauspieler auf der Silvesterfeier, bei der mehr als 100 Komparsen auftraten. »Ich musste mir doch einen Grund vorstellen, warum jemand in meinem Alter noch im Kreis der Männer des Circus’ sitzen sollte«, so der Autor. »Ich entschied, dass ich ein alter, schwuler Bibliothekar war, der der guten, alten Zeiten wegen eingeladen wurde und die Erlaubnis hat, sich volllaufen zu lassen.« ■ mz
OT: Tinker Tailor Soldier Spy
GB/F/D 2011
Thriller
FSK: 12
127 min
mit
Gary Oldman (George Smiley) Udo Schenk
Colin Firth (Bill Haydon) Tom Vogt
John Hurt (Control) Jürgen Thormann
Mark Strong (Jim Prideaux) Oliver Siebeck
Benedict Cumberbatch (Peter Guillam) Tommy Morgenstern
Tom Hardy (Ricki Tarr) Daniel Fehlow
Ciarán Hinds (Roy Bland) Bernd Rumpf
Toby Jones (Percy Alleline) Lutz Schnell
Nick Hopper (Alwyn) Andreas Hosang
Stephen Graham (Jerry Westerby) Uwe Büschken
Kathy Burke (Connie Sachs)
David Dencik (Toby Esterhase)
u.a.
musik
Alberto Iglesias
kamera
Hoyte van Hoytema
drehbuch
Bridget O’Connor
Peter Straughan
basierend auf dem Roman von John le Carré
regie
Tomas Alfredson
produktion
StudioCanal
Karla Films
Paradis Films
Kinowelt Filmproduktion
Working Title Films
Canal+
CinéCinéma
verleih
StudioCanal
Kinostarts 2012 Februar
2. Februar 2012
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Drama | USA 2011 | 94 min | FSK (12) | mit Charlize Theron, Patton Oswalt, Patrick Wilson | Paramount
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Drive
© Universum Film
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Tagsüber arbeitet Driver als Stuntman für Hollywood. Reine Routine. Erst nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Keiner kann ihn schnappen, keiner kann ihm das Wasser reichen. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene kennen und verliebt sich in die alleinerziehende Mutter.
Als Irenes Ehemann Standard aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit der erbeuteten Kohle will Standard seine Schulden abbezahlen und Irenes eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief. Die Jagd auf Driver und Irene ist eröffnet – wenn es ihm nicht sofort gelingt, den Spieß umzudrehen…
In der Tradition des ultraprofessionellen Genrekinos der Achtzigerjahre, mit dem einst Michael Mann und Walter Hill Filmgeschichte schrieben, aber absolut modern und auf der Höhe der Zeit erzählt, bannen sie die packende Geschichte eines Einzelgängers, der seine coole Fassade aufgeben muss, um das Leben seiner großen Liebe zu retten, in unvergesslichen Bildern auf die Leinwand.
Seit seinem Debüt im Alter von 24 Jahren im Jahr 1996 mit dem harten Gangsterfilm Pusher ist der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn aus der internationalen Filmszene nicht mehr wegzudenken. Mit seiner technisch brillanten und tonal ungeheuer erwachsenen Mischung aus schwarzer Komödie, Tragödie mit großer Fallhöhe und körperlich nachvollziehbarer Action gab Pusher nicht nur den Startschuss für eine bahnbrechende Trilogie des Krimigenres (die Franchise wird gerade von Vertigo Films für den englischsprachigen Markt aufbereitet) rückte der Film auch erstmals die singuläre Vision von Dänemarks größtem Regietalent seit Lars von Trier ins Scheinwerferlicht.
Refns internationale Reputation hat seither spürbar Auftrieb bekommen, nicht zuletzt aufgrund seiner beiden letzten Regiearbeiten: Bronson war die kompromisslose, alle Konventionen missachtende Filmbiographie des berühmt-berüchtigten englischen Kriminellen Charlie Bronson, in dessen Titelrolle Tom Hardy eine brillante Leistung ablieferte. Walhalla Rising wiederum war ein düsteres, blutiges Mittelalterepos, eine Schlachtplatte, die sich zu einem religiösen Erfahrungstrip steigert.
Aufgrund seiner bisherigen Arbeiten wurde Ryan Gosling auf den dänischen Filmemacher aufmerksam und sprach ihn an, ob er nicht Lust habe, bei einer Filmadaption von James Sallis’ minimalem, eminent lesbarem Groschenkrimi „Drive“ Regie zu führen. Refn war umgehend überzeugt, dass die Kulisse Los Angeles und die Geschichte eines Stuntfahrers ein ausgesprochen filmisches Szenario abgeben würde.
Außerdem gefiel ihm Sallis’ erzählerische Ökonomie und der für ihn typische Existenzialismus im Stile eines Noir, der immer wieder von sardonischem Humor gebrochen wird. Die namenlose Hauptfigur, die stets nur Driver genannt wird, sprach Refn sofort an. Er sah in ihr eine Gelegenheit, einerseits seine dramatischen Interessen weiter zu verfolgen und zu vertiefen, andererseits ein dramatisch größeres Publikum als bislang zu erreichen.
»Driver steht den Hauptfiguren meiner Filme Bronson und Walhalla Rising ungeheuer nahe«, gibt Refn zu Protokoll. »Diese überlebensgroßen, ambivalent gottgleichen Figuren. Ich bin sehr an der Schattenseite des Heldentums interessiert. Ich finde es spannend, wie dieser unaufhaltsame Antrieb und die rechtschaffene Einhaltung eines Kodex, der jeden normalen Menschen überfordern würde, sich als etwas manifestieren kann, das ich als absolut psychotisch beschreiben würde.«
Obwohl seine frühen Erfolge als Kinderschauspieler und sein Durchbruch in Wie ein einziger Tag Ryan Gosling zu einem ausgesprochen gefragten Mann in Hollywood gemacht haben, hat der Schauspieler immer wieder kommerziell vermeintlich aussichtsreiche Stoffe ausgeschlagen und stattdessen Projekten den Vorzug gegeben, in denen er emotional und technisch gefordert wird.
Mit nachhaltig beeindruckenden Leistungen in Filmen wie Inside a Skinhead, Half Nelson, Lars und die Frauen oder ►Blue Valentine hat Gosling wiederholt unter Beweis gestellt, dass er einer der am härtesten arbeitenden und ambitioniertesten jungen Stars seiner Generation ist. 2011 war er bislang in der Ehekrisekomödie Crazy, Stupid, Love an der Seite von Steve Carell, Julianne Moore und Emma Stone und zuletzt in George Clooneys Politthriller ►The Ides of March - Tage des Verrats mit Evan Rachel Wood, Marisa Tomei und Phillip Seymour Hoffman zu sehen.
»Ich war wirklich fasziniert von dieser Figur. Bei der Darstellung musste man einen ziemlich komplexen dramatischen Kontrapunkt setzen«, erklärt Gosling. »Einerseits ist er wirklich unabhängig, sehr lakonisch. Er hat eine höchst ökonomische Weise sich zu bewegen und zu reden. Er lässt sich nicht in die Karten schauen. Wenn er auf etwas reagiert, dann mit einem undurchdringlichen Pokergesicht. Das passt perfekt zu dieser Figur, denn das entspricht dieser mechanischen Selbstkontrolle, die ihm zu Eigen ist, wenn er hinter dem Steuer eines Wagens sitzt. Nic sagte immer wieder zu mir: „Der Driver ist halb Mensch, halb Maschine.“«
Gosling fährt fort: »Andererseits ist Driver buchstäblich psychotisch, nicht wahr? Er ist ein Typ wie Travis Bickle, der Taxi Driver. Hinter all dieser gespenstischen äußerlichen Ruhe versteckt sich ein gewaltiger Speicher für eine geradezu rasende Energie und leicht entflammbare Gewalt. Das ist, wie wenn man in einem Auto die Straße entlang fährt und alles läuft geschmeidig, stabil, sicher – und dann kreuzt ein anderes Auto deinen Weg. PENG. All diese Energie, diese Masse-mal-Geschwindigkeit-Stoßkraft entlädt sich mit einem Mal in einem Blitz aus körperlicher Gewalt.
Und das steckt in Driver. Er navigiert sich scheinbar mühelos um jedes erdenkliche Hindernis mit diesem makellosen Fahrvermögen, buchstäblich und in übertragenem Sinne entkommt er stets ohne einen Kratzer. Aber wenn dann unerwartet der Moment des Aufpralls kommt, dann ist es gewalttätig. Es beutelt einen körperlich. Die Herausforderung besteht darin, das Publikum diese eng aufgespulte Energie fühlen zu lassen, wenn Driver geschmeidig vor sich hintickt wie eine Stoppuhr.«
In der Rolle der Irene, das Objekt der Begierde von Driver, besetzte Refn Carey Mulligan, die sich als Fan von Bronson und Walhalla Rising erklärt. Refn sagt: »Seit meinen Teenagertagen bin ich ein riesiger Fan von Sixteen Candles. Ich habe mir immer schon vorgestellt, mich irgendwann einmal vor diesem Film verbeugen zu können. Und auch, wenn es unwahrscheinlich erscheint, mit Drive habe ich genau das gemacht. Carey hat diese wunderbare Intelligenz und Ausstrahlung, die auch die junge Molly Ringwald ausgezeichnet haben. Die romantischen Szenen zwischen ihr und Ryan bilden einen sehr zärtlichen und schönen Kontrast zu der Brutalität, die sich durch den Rest des Films zieht.«
Superstar Ryan Gosling und sein Regisseur Nicolas Winding Refn erfinden mit dem ebenso lässigen wie präzisen Großstadtthriller vom Ende der Nacht das Actionkino neu, unterstützt von dem saumäßig coolen Soundtrack von Cliff Martinez. Für seine eindringliche Regieleistung wurde Refn letztes Jahr bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Das Erfolgsteam von Drive wird schon bald wieder miteinander arbeiten: Der dänische Regisseur bereitet zurzeit ein neues Projekt mit Ryan Gosling in der Hauptrolle vor. ■ mz
OT: Drive
USA 2011
Drama/Action/Krimi
FSK: keine Jugendfreigabe
101 min
mit
Ryan Gosling (Driver) Tommy Morgenstern
Carey Mulligan (Irene) Natascha Geisler
Bryan Cranston (Shannon) Ronald Nitschke
Albert Brooks (Bernie Rose) Frank-Otto Schenk
Oscar Isaac (Standard) Viktor Neumann
Christina Hendricks (Blanche) Christin Marquitan
Ron Perlman (Nino) Tilo Schmitz
James Biberi (Cook) Michael Iwannek
John Pyper-Ferguson (Kerl in der Bar) Stefan Fredrich
Russ Tamblyn (Doc)
Andy San Dimas (Stripper)
u.a.
musik
Cliff Martinez
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Newton Thomas Sigel
drehbuch
Hossein Amini
basierend auf dem Roman von James Sallis
regie
Nicolas Winding Refn
produktion
Bold Films
Odd Lot Entertainment
Marc Platt Productions
Motel Movies
verleih
Universum
The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten
© 20th Century Fox
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Roman
Matt King, Vater zweier Töchter, ist gezwungen, seine Vergangenheit zu überdenken und neu zu bewerten, als seine Frau nach einem Speedboatunfall vor dem Strand von Waikiki ins Koma fällt. Unbeholfen versucht er, die Beziehung zu seinen Töchtern, der altklugen 10-jährigen Scottie und der rebellischen 17-jährigen Alexandra, wieder zu verbessern, während er gleichzeitig mit der Entscheidung ringt, ob er den Grundbesitz seiner Familie verkaufen soll.
Von Mitgliedern der hawaiianischen Königsfamilie und Missionaren haben die Kings vor Generationen unschätzbar wertvolles Land erhalten, das zu den letzten unberührten tropischen Strandabschnitten auf den Inseln gehört. Als Alexandra die Bombe platzen lässt und enthüllt, dass ihre Mutter zum Zeitpunkt des Unfalls mitten in einer Affäre mit einem anderen Mann steckte, muss Matt innerhalb einer Woche voller wichtiger Entscheidungen sein Leben, ganz zu schweigen von seinem Vermächtnis, plötzlich mit völlig anderen Augen betrachten.
Mit seinen Töchtern im Schlepptau begibt er sich relativ planlos auf die Suche nach dem Liebhaber seiner Frau. Unterwegs, nach Begegnungen der komischen, ärgerlichen und transzendenten Art, wird ihm bewusst, dass er endlich den richtigen Kurs eingeschlagen hat, um sein Leben und seine Familie neu zu ordnen.
»Meine Freunde auf dem Festland glauben, nur weil ich auf Hawaii wohne, würde ich im Paradies leben. Quasi im Dauerurlaub. Wir schlürfen hier alle nur Mai Thais, wackeln mit den Hüften und gehen surfen. Spinnen die?«
Matt King
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The Descendants ist der neue Film von Alexander Payne, der für das Drehbuch zu seinem Hit Sideways mit dem Oscar® ausgezeichnet wurde. Schauplatz der Geschichte ist Hawaii und in ihrem Mittelpunkt steht die völlig unberechenbare Reise einer amerikanischen Familie, die am Scheideweg steht.
Scheidewege scheinen Paynes Spezialität zu sein. Ob Election, About Schmidt oder Sideways - Alexander Payne fühlte sich schon immer von diesen merkwürdigen Situationen im Alltag angezogen, die man im gleichen Atemzug als komisch, niederschmetternd und aufschlussreich erleben kann. Als er „The Descendants“ („Mit deinen Augen“), den gefeierten Debütroman von Kaui Hart Hemmings, las, zogen ihn die starken Kontraste des Buchs sofort an.
Kaui Hart Hemmings verflocht in ihrem Roman die hawaiianische Kultur mit der Geschichte eines verunsicherten und bestürzten Mannes, der auf seine Erlösung hofft. Das gelang ihr so gut, weil sie als Stieftochter von Fred Hemmings jr., eines bekannten Surfchampions und Lokalpolitikers, selbst nicht gerade in einer konventionellen hawaiianischen Familie aufwuchs. Als sie ihre ersten Kurzgeschichten zu schreiben begann, verschmolz sie darin bestimmte Themen, erzählte von Familie, Heimat, von Geschichte und Erbe.
Ursprünglich gehörte die Erzählerstimme der jüngsten Tochter Scottie, dann aber entschied sich Hemmings für einen kreativen Sprung, der für eine junge Autorin sehr gewagt war: Sie übernahm einen männlichen Blickwinkel und erzählte die Geschichte aus der Perspektive von Matt King, einem Mann mittleren Alters. »Sobald ich Matt zum Erzähler gemacht hatte, fand die Geschichte ihren Rhythmus«, erinnert sich Hemmings. »Für ihn steht so viel auf dem Spiel, sein Einsatz ist am höchsten.«
Dieser Einsatz verleiht dem englischen Originaltitel des Romans eine doppelte Bedeutung, bezieht er sich doch nicht nur auf Kings komischen Abstieg, sondern auch auf seine Entdeckung, was es wirklich heißt, ein Nachkomme hawaiianischer Vorfahren zu sein und darauf, was seine eigenen Nachkommen ihm bedeuten.
Hemmings erschuf diese Figur, um mit ihr auf eine markante Untergruppe der hawaiianischen Bevölkerung verweisen zu können, auf eine Generation, die ihre Wurzeln auf die Mischehen zwischen Mitgliedern des hawaiianischen Königshauses und weißen Missionaren und Grundbesitzern und ihren Reichtum auf die Ausbeutung durch das koloniale Plantagensystem auf Hawaii zurückführen kann.
Um die Inseln mit einer neuen Perspektive so zeigen zu können, wie sie sich heute darstellen - voll von Bauunternehmern und vorstädtischen Strukturen, aber auch relaxten Surfern und polynesischen Traditionen, griff Alexander Payne wieder auf Kameramann Phedon Papamichael zurück, mit dem er bereits bei Sideways zusammengearbeitet hatte.
»Dreht man mit Alexander, gehört es zu meinen wichtigsten Aufgaben sicherzustellen, dass die Kameraarbeit die Entwicklung der Geschichte nicht behindert. Er liebt einfach Realismus und das manchmal so sehr, dass er, wenn wir etwa einen Drehort erreichen und in der Nähe Arbeiter Bäume zuschneiden, spontan „wunderbar“ sagt und das einfach in die Szene einbaut, die gedreht werden soll«, erzählt Papamichael.
»Es gibt noch ein anderers Beispiel dafür. Als wir in der Bar drehten, in der George Clooney Beau Bridges trifft, war es Alexander sehr wichtig, dass die Stammgäste, die sonst hier einkehren, anwesend waren, damit die Szene auch realistisch wirkte. Auch bei der Lichtsetzung ist dieser Ansatz maßgebend. Das Licht ist immer sehr natürlich, die Zuschauer sollten nie das Gefühl haben, dass sie hier einen Film sehen. Wir wollen, dass die Zuschauer sich ohne Ablenkungen von den Charakteren einnehmen lassen können. Die Gefühle sind so intensiv und das Drehbuch so stark, dass wir visuell gar nicht dramatisch sein müssen.«
Um die Authentizität im Umgang mit Details, die Hawaii betrafen, zu unterstützen, holte sich Payne nicht nur beraterische Unterstützung von der Romanautorin, sondern verzichtete auch auf einen klassischen Filmscore. Als Filmmusik dienen einheimische Interpreten und ihre Songs. Von den großen Namen des Genres geschrieben (u.a. Gabby Pahinui, Ray Kane, Keola Beamer, Lena Machado, Sonny Chillingworth, Jeff Peterson) gibt der Soundtrack dem Zuschauer einen Eindruck der wunderbar leichten und gefühlvollen Musik Hawaiis.
Das macht den Film zu einem ebenso leichtfüßigen Machwerk wie Sideways, in dem George Clooney in seinen Latschen durch die Gegend watschelt und sich von seiner dramatischen als auch komischen Seite zeigt. So richtig skurril komisch ist er, wenn er z.B. die Straße hinab rennt oder hinter einer Hecke in Deckung geht und hinüber guckt…
Die Schauspieler sind allesamt, wie die Geschichte, hervorragend, allen voran Shailene Woodley in ihrer ersten großen Hauptrolle. Wer genau hinsieht, erkennt auch einen alten Bekannten aus einer TV-Kultserie - Michael Ontkean, der in der Kultserie Twin Peaks den Sheriff gespielt hat. Dass er hier nicht einmal ein Wort sagen darf, ist irgendwie schade!
Mit 2 Golden Globes ausgezeichnet und für 5 Oscars® nominiert knüpft Alexander Payne an seinen Erfolg von Sideways an. Inhaltlich nicht ganz so belanglos kann The Descendants durch seine Atmosphäre, die genialen Schauspieler und das klassische Kopfnicken Clooneys punkten. Es ist ein dialoglastiges, kleines Familiendrama vor einer idyllisch anmutigen Kulisse. Urlaub schon gebucht? ■ mz
OT: The Descendants
USA 2011
Drama
FSK: 12
114 min
mit
George Clooney (Matt King) Detlef Bierstedt
Shailene Woodley (Alexandra King) Kristina Tietz
Amara Miller (Scottie King) Vanessa Stuckenberger
Nick Krause (Sid) Tim Schwarzmaier
Patricia Hastie (Elizabeth King)
Barbara L. Southern (Alice ‘Tutu’ Thorson) Kornelia Boje
Robert Forster (Scott Thorson) Christian Rode
Matthew Lillard (Brian Speer) Philipp Moog
Judy Greer (Julie Speer) Tanja Geke
Beau Bridges (Cousin Hugh) Kaspar Eichel
Tom McTigue (Cousin Dave) Gerald Paradies
Matt Corboy (Cousin Ralph) Peter Flechtner
Stanton Johnston (Cousin Stan) Hans Hohlbein
Michael Ontkean (Cousin Milo)
Mary Birdsong (Kai Mitchell) Anke Reitzenstein
Rob Huebel (Mark Mitchell) Viktor Neumann
Laird Hamilton (Troy Cook) Matthias Rimpler
Milt Kogan (Dr. Johnston) Klaus Sonnenschein
u.a.
kamera
Phedon Papamichael
drehbuch
Alexander Payne
Nat Faxon
Jim Rash
basierend auf dem Roman „Mit deinen Augen“ von Kaui Hart Hemmings
regie
Alexander Payne
produktion
Fox Searchlight Pictures
Ad Hominem Enterprises
verleih
20th Century Fox