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Salami aleikum - Interview mit Navid Akhavan
Dienstag, 28.7.2009 | Autor: mz | Quelle: Zorro Film

Navid Akhavan hat persische Wurzeln und lebt in Köln. Seine erste große Hauptrolle spielte er in Fremder Freund (2003) unter der Regie von Elmar Fischer. Sie brachte ihm eine Nominierung für den Förderpreis Deutscher Film und für den First Steps Award ein. Navid Akhavan: »Diese Rolle ist mir sehr wichtig, weil sie sehr facettenreich war und mir erlaubt hat, viel von mir zu zeigen. Außerdem habe ich dort zum ersten Mal auf persisch gedreht.« Weitere wichtige Arbeiten waren Fremde Haut von Angelina Maccarone, und die Hauptrolle in Ein Augenblick Freiheit (2007) von Arash T. Riahi, der weltweit über 20 Preise gewonnen hat. Neben seiner Arbeit für Kino und Fernsehen spielt Navid Akhavan immer wieder Theater und tritt als Sänger auf. In der Szene der Exil-Perser ist er ein Popstar.

In der iranischen Gemeinde sind Sie ein Popstar, fühlen Sie sich eher als Musiker oder als Schauspieler?

Ganz klar: Meine Berufung ist die Schauspielerei, aber Musik ist ein Hobby, das ich sehr ernsthaft verfolge. Wir treten auf der ganzen Welt auf und es macht einfach wahnsinnig viel Spaß!

Sie kennen beide Kulturen, die persische und die deutsche. Was ist denn beim Film der größte Unterschied?

Wenn in persischen Filmen Liebesgeschichten erzählt werden, dürfen sich Mann und Frau nicht anfassen! Völlig unmöglich, dass sie sich berühren! Aber das wird in Salami aleikum ja auch sehr behutsam erzählt.

Anna Böger hat geschwärmt, Sie wären ein so guter Tanz- und Gesangspartner gewesen!

Das war auch ein Riesenspaß. Wir hatten eine Choreografin, die besonderen Wert darauf legte, dass wir viel von uns selber einbringen, damit die Bewegungen wirklich aus uns heraus kommen. Das hat sie toll gemacht!

Wie geht es Ihnen, wenn Sie den fertigen Film auf der Leinwand sehen?

Ich muss selbst immer wieder lachen, das gefällt mir. Egal wie oft ich ihn sehe, ich gucke den Schauspielern sehr gerne zu. Damit meine ich jetzt natürlich nicht mich, sondern zum Beispiel die Väter, die sind einfach super!

Was bedeutet die Rolle des „Mohsen“ für Sie als Schauspieler?

Das ist ein ganz besonderer Film für mich, denn in Salami aleikum durfte ich zum ersten Mal eine ganz andere Seite von mir zeigen. Bisher hatten mich alle als dramatischen Schauspieler im Kopf, weil ich noch nie in einer Komödie gespielt habe. Aber was wunderbar war: Die Leute am Set von Salami aleikum, die mich vorher nicht kannten, dachten, ich hätte nie etwas anderes gemacht. Das war natürlich ein schönes Kompliment! ■

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