Freitag, 20. April 2018
Nate Lambert führt die Einheit an.
© Universal Pictures
Wer hätte das gedacht? In Guillermo del Toros Pacific Rim hatte man doch den Durchbruch, der die Kaijus aus aus der anderen Dimension durch eine Lücke unterhalb der pazifischen Randgebiete an die Erdoberfläche gelangen ließ, eindrucksvoll zerstört! Wie sollte jetzt eine Fortsetzung plausibel die Jäger wieder zum Einsatz bringen?
»I am not my father!«
Im Prolog begegnen wir zunächst John Boyega als Jake Pentecost, dem Sohn des von Idris Elba im ersten Film gespielten Stacker Pentecost, welcher heldenhaft sein Leben lassen musste. Inzwischen sind 10 Jahre vergangen, nachdem die Menschheit die Kaijus besiegt hatte, doch der Wiederaufbau tut sich schwer. Überall liegen Jäger-Wracks und Kaiju-Leichen herum, dessen Teile auf dem Schwarzmarkt äußerst begehrt sind.
Als Jake für eine Gruppe Söldner einen Plasmakondensator aus einem Jäger-Wrack besorgen soll, wurde dieser kurz vor deren Eintreffen von jemand anderem gestohlen. Jake schüttelt zunächst seine erbosten Auftraggeber ab und macht sich sogleich auf die Vefolgungsjagd. Die Spur führt in ein altes Warenlager, in dem er einen selbstgebastelten Jäger vorfindet - erbaut von der gewieften Teenagerin Amara.
Für solche Zwecke hat das Pan Pacific Defense Corps (PPDC) Jäger für die Polizei bereitgestellt, um solche inoffiziellen Jäger zu stellen. Es kommt, wie es kommen muss, und Jake wird zusammen mit Amara in ihrem kleinen, aber feinen Jäger namens Scrapper gestellt und festgenommen. Jakes Adoptivschwester Mako ist mittlerweile Anwältin für das PPDC und stellt ihn vor eine Entscheidung - Gefängnis oder Piloten ausbilden.
Bis dahin sind jedenfalls noch keine Kaijus aufgetaucht. Natürlich lässt sich Jake, zusammen mit seinem Protegé Amara, ins chinesische Shutterdome, wie die Jäger-Werkstätten heißen, transferieren, wo sie auf den von Scott Eastwood gespielten Nate Lambert stoßen, der Kadetten zu Jägerpiloten ausbildet. Natürlich ist Amara, die ihre Familie während eines Kaiju-Angriffs verloren hatte, hellauf begeistert, die übrig gebliebenen „Helden“ zu bewundern.
»Don't mess with my toppings!«
Nach 10 Jahren Ruhe im Pazifik hatte die Menschheit Zeit, um neue Technologien zu entwickeln, an denen keine Geringeren als die Wissenschaftler Newton Geiszler und Hermann Gottlieb beteiligt waren - jenes schräge Team, das für den Schlag gegen die außerirdische Bedrohung einen entscheidenden Teil beitrug. Während Dr. Gottlieb eher unterbemittelt für das PPDC arbeitet, hatte Dr. Geiszler dagegen die volle Unterstützung der privat finanzierten Shao Corporation, die inzwiwschen eine Armee von Jägern erbaut hat, die mit Drohnen ferngesteuert werden sollen, um die Piloten zu schützen.
Doch plötzlich wird Alarm ausgelöst: Ein Jäger läuft Amok! Wieso, weshalb, warum? Niemand weiß es. Also machen sich Jake und Nate im Helden-Jäger Gypsy Danger auf die Jagd. Doch ihr Gegner entpuppt sich nicht als das, was er vorzugeben scheint. Als Shao die neuen Jäger zur Hilfe kommen lässt, laufen diese ebenso Amok und verwandeln sich in Kaijus! Und wieder einmal sind Zeit und Mittel begrenzt, um sie aufzuhalten. Die noch unerfahrenen Kadetten müssen letztlich mit den herkömmlichen Jägern versuchen, der Lage Herr zu werden - was nicht gerade einfach zu sein scheint, da offensichtlich jemand bei der Shao Corporation gegen sie arbeitet...
»We will always come back!«
Keine Sorge! Bis zum Ende wird erstaunlicherweise alles halbwegs plausibel aufgelöst! Doch bis dahin wird erstmal Tokio in Schutt und Asche verwandelt, was noch nie so eindrucksvoll ausgesehen hat! John Boyega, der den Film mitproduziert hat, fühlt sich mit Pacific Rim tief verbunden: »Idris Elba im ersten Film zu sehen, war für mch sehr wichtig. Zu jener Zeit spielte ich ganz klein in Drama-Clubs, und als ich dann 2013 aus einem Bus heraus ein Plakat von Idris Elba als Stacker in einem komplett schwarzen Jäger-Anzug sah, blieb das Bild, und was es repräsentierte, bei mir hängen und motivierte mich.«
John Boyega kennen Fans des Genres inzwischen aus den neuen Star Wars-Filmen, was vermutlich auch dazu beigetragen hat, kleine Seitenhiebe einzufügen - sei es sein Einzeiler „Ich bin nicht mein Vater“ oder das „Schwert“ des kontrahierenden Jägers, das eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Lichtschwert von Kylo Ren besitzt: »Es war interessant, Produzent zu sein, denn jede Entscheidung, zu der ich beisteuerte, die nicht die Figur betraf, veränderte meine Rolle. Es war alles ein riesiges Puzzle, in dem ich Entscheidungen treffen und Meinungen über eine Figur abgeben musste, die, wie ich fühlte, erschaffen werden musste, wenn es darum ging, andere Schauspieler zu besetzen, oder wenn es um Set-Teile, Actionsequenzen oder Dialoge ging.«
Die Dialoge sind auch das, was den Film ein wenig auflockert - vielleicht nicht ganz so wie im ersten Film, doch sie helfen dem Publikum dabei, nicht nur eine Schlachteplatte zu sehen, und vor allem dabei, dass sich der Film nicht zu ernst nimmt. Da hilft die junge Amara, mit der Cailee Spaeny ihr eindrucksvolles Debüt gibt, aber auch Anspielungen auf das gute Aussehen der Hauptdarsteller, auch wenn es im Fall Boyega auf eine gehörige Portion Eigenlob hinausläuft, wie auch die beiden Wissenschaftler, erneut gespielt von Charlie Day und Burn Gorman.
Auf jeden Fall wird der Film im asiatischen Raum ankommen, da er auch hauptsächlich dort spielt - abgesehen von einem weiteren Versuch, die Oper von Sydney zu zerstören. Produzent Steven S. DeKnight, der aus der Joss-Whedon-Schmiede kommt, gelang ein aufwändiges, wenn auch nur für Fans des Genres sehenswertes Regiedebüt. Und keine Angst, für alle, die den ersten Film nicht gesehen haben, gibt es kurze Einwürfe, wenn sich der Film auf seinen Vorgänger bezieht. Für das richtige Aussehen stand übrigens auch hier der Regisseur des ersten Films beratend zur Seite! Also Leinen los und festhalten! Denn der Film kommt auch diesmal in 3D und IMAX® in die Kinos! ■ mz
20. März 2018

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Pacific Rim Uprising



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