Montag, 11. Dezember 2017
Ihre beste Stunde - Drehbuch einer Heldin
Their Finest
Die Drehbuchautoren Tom Buckley und Catrin Cole am Set.
© Nicola Dove

London 1940. Während der 2. Weltkrieg in sein zweites Jahr geht, immer mehr Männer eingezogen werden und an der Front um ihr Leben kämpfen, bombardiert die deutsche Luftwaffe seit Monaten London und andere englische Städte. Wer nicht an der Front im Einsatz ist und in der Heimat bleibt, zumeist Frauen, Kinder und Senioren, braucht unbedingt etwas Positives in seinem Leben, an das man sich klammern, mit dem man sich identifizieren kann. So fällt dem Kino eine tragende Rolle zu, um in dieser düsteren, trostlosen Zeit die Menschen auf andere Gedanken zu bringen und sie aufzubauen. Durch das Kino kann man die Menschen erreichen, ihnen Hoffnung geben und Optimismus verbreiten. Doch die Zuschauer sind wählerisch, sie verlangten Realismus und Wirklichkeitsbezug.

So kommt die smarte Werbetexterin Catrin Cole zu einem für sie ungewohnten Job: Sie soll für Propagandafilme Dialoge schreiben, die Frauen ansprechen und besser erreichen, die aber von Catrins männlichen Koautoren herablassend als „Schmalz“ dequalifiziert werden. Ziel dieser Propagandafilme ist es, die neue Stimmung im Land widerzuspiegeln und die weiblichen Arbeitskräfte, deren Zahl ständig wächst, über Herz und persönliche Fantasie zu motivieren.

Als Catrin ein erfahrener Autor, der sehr direkte und kein Blatt vor den Mund nehmende Buckley, zur Seite gestellt wird, macht sich das Duo auf die Suche nach einer geeigneten Story für den Film. Schließlich werden sie bei einer patriotischen Geschichte fündig, die beide fasziniert. Der Geschichte der Zwillingsschwestern Lily und Rose, die im klapprigen alten Boot ihres betrunkenen Vaters in See stachen, um bei der Evakuierung von mutigen, verwundeten Soldaten nach der Schlacht von Dünkirchen zu helfen.

»I bring you a picture to win the war!«

Die dänische Regisseurin Lone Scherfig war überzeugt davon, dass Gaby Chiappes Erfahrung als TV-Autorin dem Drehbuch wirklich genützt hat, ganz besonders im Hinblick auf die Aufgabe, eine so komplizierte Geschichte mit so vielen Figuren und sich überschneidenden Handlungsästen adaptieren zu müssen. »Gaby arbeitet schon lange für das Fernsehen, deshalb besitzt sie großes Vertrauen, dass man sehr komplexe Geschichten erzählen kann«, erläutert sie.

»Aus dem Roman hätte man problemlos zwei Filme machen können. Ihr Drehbuch ist vollgepackt mit Details. Dennoch ist ihr Erzählstil ziemlich minimalistisch, lässt viel Freiraum, um stilistische Entscheidungen treffen und das Drehbuch auf die Leinwand bringen zu können, wo alles größer und großzügiger sein kann, aber man sich auch weniger Fehler erlauben kann.«

Die Drehbuchautorin teilt die Ansichten der zwei Produzenten und erzählt, dass es vor allem Lissa Evans' Humor war, der sie anfangs angezogen hatte. Darüber hinaus erinnert sich die Drehbuchautorin, wie surreal ihr diese Erfahrungen beim Film schließlich erschienen. »Lissas Humor amüsiert mich. Er ist liebevoll und herzlich, aber auch unglaublich scharfzüngig, hat eine gewisse Härte«, geht sie ins Detail.

»Ihr gelingt es, warmherzig und witzig zu sein. Ihr Humor ist nicht gemein, sondern gerissen. Selbst wenn die Geschichte schmerzliche Elemente hatte, war der Roman immer noch witzig. Diese ganze Erfahrung fühlte sich unwirklich an. Am Tag, als die Schauspieler in meiner Gegenwart gemeinsam das Drehbuch vortrugen, konnte ich kaum Eindrücke aufnehmen. Hier saßen einige unglaublich berühmte Menschen an einem Tisch und lasen laut aus einem Drehbuch vor, das ich geschrieben hatte. Das fühlte sich für mich einfach nicht real an.«

Lissa Evans' Roman folgt drei zentralen Figuren: Catrin, Ambrose und Edith. Letztere taucht im Film überhaupt nicht mehr auf, Elemente von Edith finden sich aber in einer anderen Frauenfigur wieder - in Phyl. Produzent Stephen Woolley erklärt, warum der Film sich auf Catrin fokussieren muss und dass zur Anpassung an diesen Schwerpunkt gewisse erzählerische Opfer gebracht werden mussten: »Wir haben die Figuren aus dem Roman so akribisch auf die Leinwand übertragen, wie das nur möglich war. Aber wir erkannten auch, dass es eine zentrale Entwicklung einer Figur geben muss. Deshalb stellten wir Catrin und ihre Beziehung zu Buckley in den Mittelpunkt, sie wurde zum dramaturgischen Rückgrat des Drehbuchs. Edith mussten wir aufgeben. Es gab keine Möglichkeit, auch ihre Geschichte in den Film aufzunehmen, und etwas mussten wir einfach herausnehmen.«

Es ist alles andere als leicht, einen Film zu drehen, der ein Element der Verzauberung beibehält, aber trotzdem den Krieg mit allen Härten beschreibt, der Humor und Tragödie auf der Leinwand irgendwie in Einklang bringt. Das alles ins richtige Gleichgewicht zu bringen, war das zentrale Anliegen von Produzentin Amanda Posey. »Die authentische Düsternis des Kriegs spiegelt sich durchgehend in den Bildern und in der Geschichte wider«, erklärt sie.

»Eine Reihe von Problemen und Schwierigkeiten sind sorgfältig in die Handlung integriert, setzen dramaturgische Nadelstiche, erinnern uns immer daran, dass es jenseits der Haupterzählebene immer um Leben und Tod geht. Und dadurch erreicht man, dass der Ton nicht zu albern oder frivol wird, dass man respektvoll mit der Zeit und dem wirklichen Leben damals umgeht. Das war stets unser Anliegen. Es hat unsere Entscheidungen und Einstellungen hinsichtlich der Schauplätze, der Kostüme und des Einsatzes digitaler Effekte, im Grunde einfach alles beeinflusst.«

»Filme während des Kriegs zu drehen, war außergewöhnlich«, sagt Stephen Woolley. »Wie hat das damals Carol Reed so schön erklärt: Man kam zur Arbeit, ohne zu wissen, ob deine Schauspieler, dein Stab, dein Set oder sogar dein Studio überhaupt noch da waren! Und die damals gedrehten Filme hatten ein wirkliches Anliegen. Sie gaben der von Problemen überlasteten Bevölkerung Informationen und Hoffnung, ließen Amerika und die übrige freie Welt (vor allem in den frühen Filmen) wissen, dass Großbritannien noch quicklebendig war.

Als Filmemacher reden wir über das Kino von heute, als ginge es um Leben und Tod, wenn sich ein Schauspieler für einen anderen Film entscheidet oder wir unsere Finanzierung verlieren. Aber natürlich ist das nicht der Fall, im Unterschied zu damals. Damals gingen 30 Millionen Briten jede Woche ins Kino. Die Mehrheit von ihnen waren Frauen. Es war unbedingt erforderlich, dass diese Informationen und Botschaften Eingang in diese Filme fanden.«

Stephen Woolleys Leidenschaft für das Kino dieser Zeit zeigt sich auch in Ihre beste Stunde. Und alle Mitarbeiter des renommierten Produzenten geben zu, dass sein Wissen wie auch sein Enthusiasmus ansteckend sind – auch Regisseurin Lone Scherfig: »Einen größeren Filmkenner als Stephen kann man sich nicht vorstellen. Er inspiriert enorm, weil er all diese Filme nicht nur kennt, sondern auch gesehen hat. Ich empfand es als echtes Privileg, mit jemandem seines Kalibers zusammenarbeiten zu können, der die Arbeit von Regisseuren versteht und wertschätzt.«

»Authenticity, optimism and a dog!«

Bevor Ende des Monats das Heldenepos Dunkirk in die Kinos kommt, wird hier als Film im Film die Heldengeschichte der Schwestern Lily und Rose erzählt, die mit dem klapprigen Boot ihres Vaters einen verwundeten Soldaten retten. Catrin fühlt sich einem realistischen Ansatz verpflichtet, doch ihre Begeisterung schrumpft merklich, als sie entdeckt, dass Teile der heldenhaften Rettungsgeschichte nicht der Wahrheit entsprechen und erfunden wurden. Weil sie aber die Aufgabe hat, die Moral zu steigern und sie auch finanziell unter Druck steht, fängt sie an, im Drehbuch genau die Geschichte zu schreiben, die die Menschen sehen und hören wollen.

Der bekannteste Name in der Besetzung ist Ambrose Hilliard, bravourös gespielt von Bill Nighy. Der selbstverliebte, aber charismatische Schauspieler muss sich widerwillig mit einer Nebenrolle begnügen und mit der Tatsache auseinandersetzen, dass seine Tage als Hauptdarsteller und romantischer Verführer gezählt sein dürften. Zu ihm gesellt sich der amerikanische Fliegerheld Carl Lundbeck, eindrucksvoll von sich eingenommen, mit ungeheuerem Nichttalent und knallblonder Mähne porträtiert von Jake Lacy, der ebenfalls diese Woche als Escort Forde an der Seite von Jessica Chastain in Die Erfindung der Wahrheit zu sehen ist.

Lundbecks Aufgabe ist es, amerikanische Zuschauer und sein Heimatland zu ermutigen und zu motivieren, sich Großbritannien im Kampf gegen die Nazis anzuschließen. Mit großem Einsatz stürzen sich Catrin und Buckley in ihre Arbeit, während die Produktion bereits in vollem Gang ist und die Kameras laufen. So verbringen beide immer mehr Zeit miteinander und kommen sich dabei immer näher...

Als ehemaliges St.-Trinian-Mädchen ist Gemma Arterton spätestens seit ihrer hingebungsvollen Titelfigur Tamara Drewe nicht mehr aus der britischen Filmlandschaft wegzudenken. In Ein Quantum Trost „durfte“ sie sogar für James Bond sterben! Mit Kulleräuglein und Sommersprossen verzauberte sie auch Fabrice Luchini in Gemma Bovery und unterrichtete zuletzt Zombiekinder in The Girl with all the Gifts. Bereits übernächste Woche kommt ihr dritter von vier Filmen, die sie im vorigen Jahr gedreht hat, in die Kinos - Die Geschichte der Liebe, wieder eine Literaturverfilmung einer Liebesgeschichte, die mehrere Generationen umfasst.

»Gemma wirkt sehr authentisch, das ist wirklich außergewöhnlich. Für die Zuschauenden ist sie eine von ihnen«, beschreibt Stephen Woolley seine Hauptdarstellerin. »Sie ist ausgesprochen warmherzig und menschlich, brachte ihre eigene Persönlichkeit voll und ganz in die Darstellung ihrer Figur ein. Und diese Figur muss man einfach lieben. Ich hoffe, dass dies ein weiterer Film ist, der den Zuschauern auf der ganzen Welt zeigt, was für eine unglaublich talentierte Schauspielerin sie ist.«

Wenn man im richtigen Leben großzügig und sympathisch ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich diese Eigenschaften auch auf die Leinwand übertragen. In diesem Fall aber, davon ist Lone Scherfig überzeugt, schimmert Gemmas Persönlichkeit durch und verleiht der Figur Catrin eine zusätzliche Dimension und Facette: »Ich kannte sie bereits, hatte gesehen, wie absolut professionell und vielfach talentiert sie war, wie offen und freigiebig sie ihren Humor und ihre Gefühle zeigte.

Ich wusste aber nicht, wie sehr sich ihre Menschlichkeit auch in ihrer Darstellung vermitteln würde. Es gibt Momente im Film, in denen man erkennt, dass sie, und nicht nur ihre Figur, einfach bezaubernd ist. Ohne, dass ihr das bewusst war, übertrug sich dies auf ihre Darstellung, wie ich es so bei einer Schauspielerin noch nicht erlebt habe. Ich wollte schon immer mit Gemma zusammenarbeiten, habe das auch bei einigen anderen Filmen vor diesem versucht. Geklappt hat es aber erst jetzt. Und jetzt will ich nur noch eines: Wieder mit ihr drehen.«

Catrin ist eines Abends auf der Suche nach einem Nicht-U-Bahn-Luftschutzbunker. Ellis riet ihr, sie solle U-Bahnhöfe meiden, weil erst kürzlich einer zerbombt wurde. Plötzlich geht neben ihr im Haus eine Bombe nieder. Die Schaufensterscheiben splittern und Gesteinsbrocken fallen nieder. Als sich Catrin dann, mit Putz bedreckt, erstaunlicherweise unverletzt wieder aufrafft, erblickt sie mang den Trümmern Körperteile, und man sieht das Entsetzen in Gemma Artertons Mimik. Dann merkt Catrin, dass das alles Schaufensterpuppenteile sind und man sieht die Erleichterung in ihrem Gesicht. Als sie dann in der Gebaudeeinfahrt Luft holen will, entdeckt sie schließlich doch noch eine Leiche, woraufhin sie sich übergeben muss - nur ein Beispiel von vielen im Film, die das Talent der Schauspielerin aufzeigen.

Doch auch wenn die Beziehung zu Ellis im Film zum Scheitern verurteilt ist, so steht Gemma Arterton in Kürze erneut mit Filmpartner Jack Huston vor der Kamera - diesmal in Berlin, I love you, einem Porträt unserer Hauptstadt, in dem sich 10 einzelne Liebesgeschichten abspielen, inszeniert von Regisseuren wie Ai Weiwei, Giuseppe Tornatore, Shekhar Kapur, Dennis Gansel und sogar Patrick Dempsey, der ebenfalls neben Größen wie Renée Zellweger, Orlando Bloom, Diego Luna und Sophie Turner zu sehen sein wird.

Darüber hinaus gibt es aber auch zwei wichtige „Nebenrollen“ - zum einen Buckley, Catrins Kollege und Mitautor des Propagandafilms, gespielt von „Tribut Finnick Odair“ Sam Claflin, der hier mit Schnurrbart und Brille kaum wiederzuerkennen ist. »Spielt man eine Figur wie Buckley, besteht die Herausforderung darin, einen Menschen, den man eigentlich nicht mögen sollte, sympathisch zu machen«, erklärt der Schauspieler. »Meiner Ansicht nach gibt es so viele Aspekte seiner Persönlichkeit, die man verachtenswert finden kann.

Als Schauspieler empfinde ich es aber als sehr befreiend, hält es mich stets auf Trab, zu versuchen, meine Darstellung mit einem charmanten Lächeln zu realisieren und den Zuschauer nie wissen zu lassen, woran man bei einer Figur ist. Meiner Ansicht nach hat Buckley etwas Geheimnisvolles an sich, und dieser Aspekt hat mich wirklich angezogen. Ich glaube nicht, dass sein Witz und seine Intelligenz mir eigen sind. Das darzustellen und auf der Leinwand zu vermitteln, ist immer ziemlich schwierig.«

In vielen Filmen würde Buckley so eine Art Traumprinzen repräsentieren, der die Protagonistin im Sturm erobert und ihr ein neues aufregendes Leben bietet. Aber davon ist Buckley weit entfernt. Er vertritt viele damals sehr verbreitete Ansichten, die heute auf uns sexistisch wirken. Es sind aber genau diese Mängel und Defizite, die ihn zu einer Figur mit vielen Facetten machen. Und diese Figur hält Produzentin Amanda Posey für extrem wichtig, damit die Geschichte auch funktioniert:

»Buckleys Fehler stärken die Geschichte dramaturgisch, denn manchmal sorgen sein Zynismus und seine Bitterkeit für etwas Schärfe, ohne die etwas vielleicht zu sanft und weich gewirkt hätte. Er bringt einen weiteren Aspekt der Zeit und der Menschen zum Ausdruck, der ohne ihn keinen Eingang in die Geschichte gefunden hätte. Und dadurch erscheint auch Catrin stärker, weil er durch sie grundsätzlich verändert wird. Sie beeindruckt und beeinflusst ihn so sehr, dass er schließlich seine Ansichten ändert und sie ernst nimmt. Und ohne diesen im Drehbuch festgelegten Kampf würde man Catrin am Ende des Films nicht als so stark erleben und empfinden.«

»Someone did a mistake that's easy to miss.«

Die Figur Ambrose Hilliard gehört zu den herausragendsten komischen Kreationen im britischen Gegenwartskino und wird von einem enorm talentierten Schauspieler auf der Leinwand zum Leben erweckt. »Ambrose Hilliard hatte früher einmal annähernd Berühmtheit erlangt, als er in einer populären Filmreihe einen Detektiv spielte«, führt Bill Nighy in seine Figur ein.

»Jetzt aber ist er für Hauptrollen als romantischer Verführer zu alt. Deshalb hat man ihn zu einer Charakterrolle überredet. Glücklich ist er nicht darüber, bis sich herausstellt, dass man seine Darstellung richtig gut findet und er von allen ermutigt wird. Dann verbessert sich seine Stimmung zusehends. Er ist nicht in bester Verfassung, die Entwicklung seiner Karriere im Showgeschäft hat sichtbar Spuren bei ihm hinterlassen. Doch ich muss betonen, dass dies im Grunde nichts Typisches oder Besonderes ist. Es passiert nicht nur Schauspielern, sondern auch Biochemikern.«

Ist Ambrose repräsentativ für die Schauspieler, denen Bill Nighy selbst im Verlauf seiner Karriere begegnet ist? Laut Herrn Nighy ist seine Figur von der wahren Welt sehr weit entfernt. Er gibt aber zu, dass er das Streben seiner Figur nach guten Rollen im Laufe der Karriere durchaus nachempfinden kann: »Jemand wie Ambrose habe ich kaum jemals getroffen«, erläutert der Schauspielveteran. »In der Regel sind Schauspieler untereinander sehr liebenswürdig und rücksichtsvoll. Sie wissen, wie unsicher, heikel und beängstigend dieser Beruf sein kann, gehen gut und umsichtig mit Kollegen um.«

»Er ist für diese Rolle von Ambrose geboren, hat sie völlig im Griff und ist so komisch. Er hat haargenau erfasst, was Ambrose ausmacht, ist einfach ein unglaublicher Schauspieler, der auch große Warmherzigkeit vermittelt«, sagt Produzent Stephen Woolley. In seiner Karriere hat Bill Nighy zahlreiche Figuren unterschiedlichster Charaktere gespielt und hatte sogar 1983 bereits einen Kurzauftritt als Arzt in Der Fluch des rosaroten Panthers, doch seine Karriere nahm erst Ende der 90er Jahre an Fahrt auf, als er als Sänger der Rockband „Strange Fruit“ in der Komödie Still crazy das Publikum begeisterte.

Es folgten Komödien wie Über kurz oder lang, Lucky Break - Rein oder raus und natürlich der romantische Weihnachtsklassiker Tatsächlich... Liebe! Es folgten Filme unterschiedlichster Couleur - Underworld, Shaun of the Dead, Per Anhalter durch die Galaxis, Der ewige Gärtner, Fluch der Karibik 2 und 3, Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis, Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat, Radio Rock Revolution, Best Exotic Marigold Hotel, Total Recall, Pride und war auch vor kurzem erst in der dreiteiligen Agentengeschichte Die Verschwörung als Ex-Agent Johnny Worricker zu sehen. In Ihre beste Stunde spielt er diesen alten Kauz von Schauspieler, wie man ihn sich so vorstellt - voll von sich eingenommen und nimmer Kleingeld in der Tasche. Es gibt da so einige herrliche Szenen im Film.

Es gibt auch noch eine parallele Entwicklung der Handlung des Films und des Films darin, für den eine „romantisch zufriedenstellende Lösung“ gefordert wird. Und tatsächlich scheint es zunächst, als würde sie tatsächlich eintreffen... Mehr soll hier aber nicht verraten werden, doch sei man vorgewarnt, am Ende die Taschentücher bereit zu halten! Ihre beste Stunde ist mal wieder schönstes britisches Kino mit vervorragenden Schauspielern, die uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge bezaubern. Allerdings hätte dem Film, wie so oft, ein wenig mehr Straffe und Tempo gut getan. ■ mz

12. Juli 2017

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