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Trumbo
Dalton Trumbo ist in Hollywood ein gefragter Mann - besonders seitdem er für sein Skript zu Fräulein Kitty für einen Oscar® nominiert wurde. Doch dann gerät er als Mitglied der Kommunistischen Partei ins Visier von Senator Joseph McCarthy und dessen HUAC-Ausschuss in Sachen „unamerikanischer Umtriebe“. Die Klatschkolumnistin Hedda Hopper macht mit Hilfe von John Wayne und Ronald Reagan Stimmung gegen den „Verräter“. Und so landet Trumbo im Gefängnis und, mit Berufsverbot belegt, auf der „Schwarzen Liste“.
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»They need scripts like the Army needs toilet paper!«

Bei Filmen konzentriert man sich stets auf die Akteure, den Regisseur, die Kamera oder auch die Musik. Ein essenzieller Bestandteil ist jedoch auch das Drehbuch. Oft werden diejenigen, die sich die Geschichten ausdenken oder adaptieren unter den Teppich gekehrt. Als 2007 die Drehbuchautoren Hollywoods streikten, konnte man erstmals erkennen, wie wichtig sie sind. Noch heute erleben wir die Ausmaße davon, denn die Studiobosse waren auf den Geschmack gekommen, altbekanntes Material neu zu verfilmen.

Als in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Filmindustrie im Aufwind war, brauchte man Geschichten zum Verfilmen. Drehbuchautoren schrieben Skripte en masse. Einer von ihnen war Dalton Trumbo. Fräulein Kitty, Dreißig Sekunden über Tokio und Frühling des Lebens sind nur ein paar seiner Drehbücher, die in den Händen der Hollywood-Studios zu großen Blockbustern wurden. Es ist keine Frage, dass er einen Oscar® bekommen würde. Die Frage war nur: wann?

Doch mit dem Kalten Krieg und dem Aufstieg des Kommunistenhassers Senator McCarthy endete Trumbos Triumphzug. Die Kolumnistin Hedda Hopper machte Stimmung gegen die hoch bezahlten Verräter Hollywoods, und die Filmstars John Wayne und Ronald Reagan halfen bei der Hexenjagd. Als sich Trumbo weigerte, vor dem berüchtigten Kommittee für unamerikanische Umtriebe auszusagen, landete er auf der schwarzen Liste und verlor seinen Studiovertrag mit MGM.

Doch Trumbo wäre nicht Trumbo, würde er sich unterkriegen lassen. Unter Pseudonym schrieb er weiter. Dabei entstanden seine besten Bücher. Als 1953 sein Alibi-Autor für Ein Herz und eine Krone mit dem Oscar® ausgezeichnet wurde, schöpfte Trumbo neue Hoffnung und kämpfte unablässig um seine Rehabilitation. Dann präsentierte ihm Kirk Douglas seine Idee zu Spartacus...und die Zeit schien reif für den Gegenangriff...

»Who has the luxury of friends?«

Vor dem Hintergrund der McCarthy-Ära ab 1947 erzählt Regisseur Jay Roach die fast vergessene Geschichte von einem der erfolgreichsten und bestbezahlten Drehbuchautoren der goldenen Hollywood-Zeit. Drehbuchautor John McNamara hörte die Geschichte von Dalton Trumbo erstmals während seines Studiums von Drehbüchern der ehemals auf die schwarze Liste gesetzten Schreiber Ring Lardner jr. und Waldo Salt sowie des Trumbo-Unterstützers Ian McLellan Hunter. »Ich erzählte Hunter, wie sehr mir sein Drehbuch zu Roman Holiday (Ein Herz und eine Krone) gefiel«, berichtet McNamara. »Er antwortete mir, dass nicht er das Drehbuch geschrieben hatte, sondern Dalton Trumbo

Hunter wurde bewusst, dass nicht nur McNamara keine Ahnung von den weitreichenden Auswirkungen der HUAC-Anhörungen und der schwarzen Liste hatte, sondern seine gesamten Kollegen. »Die nächsten zwei Tage erzählten uns diese Männer, die die Zeit hautnah miterlebt hatten, die gesamte Geschichte aus ihrer Sicht«, erinnert sich McNamara. »Als Ian mir vorschlug, ich solle Bruce Cooks Biografie über Trumbo lesen, zögerte ich keine Sekunde.«

McNamara sah die Gelegenheit, ein Drehbuch zu schreiben, das die turbulente Politik eines brisanten Abschnitts der amerikanischen Historie anhand einer persönlichen Geschichte erzählen könnte. »So etwas findet man nicht oft: eine wahre Geschichte mit einem glücklichen Ende«, sagt er. »In Hollywood denken wir uns Happy Ends aus, um den Umstand auszugleichen, dass es im wahren Leben so wenige davon gibt. Diese Geschichte hatte von mir Besitz ergriffen und ließ mich nicht mehr los, aber es gelang mir einfach nicht, das, was ich in meinem Kopf ganz klar vor mir sah, zu Papier zu bringen, bis ich über einen Artikel stolperte, den Trumbos älteste Tochter Nikola geschrieben hatte.«

Bei der Lektüre des knappen und auf den Punkt gebrachten Essays mit dem Titel „Eine andere Kindheit“ erkannte McNamara, dass er bislang den Fehler gemacht hatte, Trumbo nur als Drehbuchautor und politischen Aktivisten zu betrachten, aber keine Ahnung von dem Menschen Dalton Trumbo hatte. »Nikis Artikel führte mir einen Mann voller Makel, Fehler und Widersprüche vor Augen. Sie schrieb darüber, wie er als Vater gewesen war, wie er als Ehemann gewesen war und wie es sich angefühlt hatte, Teil seiner Familie zu sein, als diese Vorladungen eintrafen. Das öffnete eine riesige Tür für mich.«

Niki Trumbo und ihre jüngere Schwester Mitzi erwiesen sich bald als wichtige Stützen bei der Entstehung des Drehbuchs. »Sie sind die letzten verbliebenen Mitglieder der unmittelbaren Familie, also war es essenziell für uns, sie an unserer Seite zu wissen«, sagt Produzent Michael London. »Schon in einer frühen Phase der Entwicklung baten wir sie um ihre Kommentare, und sie unterstützten uns mit einer Unmenge an nützlichem und hilfreichem Material. Aus unseren Gesprächen entstanden völlig neue Ansätze für die Erzählung der Geschichte. Es war nicht immer einfach für sie. Die Familie musste ein riesiges Trauma und gewaltige Härten verkraften, aber Niki und Mitzi waren unglaublich großzügig und setzten sich dafür ein, dass wir den wahrhaftigsten Film über das Leben ihres Vaters machen konnten, der möglich war.«

Nikola Trumbo ist immer noch mächtig stolz auf das Erbe ihres Vaters, das sie so gut wie möglich beschützt. »Trumbo ist immer noch als Kommunist bekannt, aber den Menschen ist wohl nicht so richtig klar, dass er vor allem ein Patriot war«, sagt sie. »In den späten Dreißiger- und frühen Vierzigerjahren war er ein Kommunist, als das noch bedeutete, dass man für die Arbeiter eintrat und sich gegen die Jim-Crow-Mentalität stellte, dass man sich für die Bürgerrechte der afroamerikanischen Bevölkerung einsetzte. Es hatte nichts mit Russland zu tun, dafür aber mit der Überzeugung, wie man ein bereits großartiges Land noch besser machen könnte.«

»Er glaubte, dass der Kongress keine rechtliche Grundlage besaß, ihn dazu zu zwingen, über seine politische Überzeugung auszusagen«, fährt sie fort. »Ich denke, dass er erschüttert war, als er diese Schlacht verlor. Dies ist die Geschichte eines Mannes, der an seinen Überzeugungen und Prinzipien festhielt. Wir alle sollten uns darum bemühen, ein Held wie er zu werden, was auch immer unsere Macken und Schwächen sein mögen.«

»I was always a bastard. You just didn't noticed.«

Dalton Trumbo war ein stürmischer Geschichtenerzähler, ein Mann, der wusste, dass die Menschen in jedem Raum, den er betrat, an seinen Lippen hängen würden – und dem das gefiel. Er genoss das Leben in vollen Zügen und hatte große Ideen. Er war ein Bündel faszinierender Widersprüche, die die Filmemacher unbedingt wahrheitsgemäß auf die große Leinwand bringen wollten.

»Dalton Trumbo ist eine sehr komplexe Figur«, berichtet Produzentin Janice Williams. »Er war extrem wohlhabend und lebte den Hollywood-Traum. Und er war ein überzeugter Kommunist. Wir hatten alle zugesehen, wie Bryan Cranston seine Figur des Walter White in der Serie Breaking Bad entwickelte. Und wir fanden, dass da etwas in seiner Darstellung steckte, was für uns der Inbegriff dessen war, wonach wir bei unserem Dalton Trumbo suchten. Bryan spielt solche widersprüchlichen Figuren mit großer Leichtigkeit. Er kann tiefe Schichten an Traurigkeit und Rechtschaffenheit zum Ausdruck bringen. Er hatte das perfekte Rüstzeug, das für die Rolle gefragt war.«

Wer Trumbo besser kennenlernen will, ist am besten bedient, sich die Filme anzusehen, die er geschrieben hat, schlägt Bryan Cranston vor. »Wenn man eine Retrospektive seiner Filme machen würde, würde man feststellen, dass sie ganz sicher keine subversive oder gefährliche Botschaft transportieren«, meint der Schauspieler. »Er hat sein Land geliebt. Er fand, dass es noch besser hätte sein können. Es ist so, wie er im Film sagt: „Wir alle haben das Recht, falschzuliegen.“ Anderen die Freiheit zuzugestehen, falschzuliegen, ist der Kern des Amerikanismus.«

»Der gemeinsame Nenner in seinen Filmen ist stets eine Figur, die sich für die Ehre und gegen den eigenen Vorteil entscheidet, eine Figur, die für einen rechtschaffenen Pfad kämpft«, merkt der Schauspieler an. »Er empfand sich als Stimme für all die unsichtbaren Menschen, und das macht ihn so außergewöhnlich und bemerkenswert. Aber wir fanden, dass es genauso wichtig war, ihn als Menschen zu zeigen. Der Druck, unter dem er stand, hätte seine Familie zerstören können. Der Stärke von Cleo Trumbo ist es zu verdanken, dass das nicht passiert ist.«

»Der Preis, den seine Familie für seine Schlacht zahlen musste, und die Rolle seiner Frau, die die Familie beisammenhielt, sind essenzielle Bestandteile der Geschichte von Dalton Trumbo«, stimmt Jay Roach zu. »13 Jahre war es ihm verboten, zu arbeiten. Er fand einen raffinierten Weg, sich beschäftigt zu halten. Aber er arbeitete dann 20 Stunden am Tag, hielt sich mit Aufputschmitteln wach und ging anschließend mithilfe von Alkohol und verschreibungspflichtigen Arzneien zu Bett. Der Stress fing an, die Familie auseinanderzureißen. Cleo hielt die Familie zusammen, und das tat sie mit Wärme, viel Witz und großer Hingabe für die Kinder.«

Der Film zeigt auch, dass Dalton Trumbo in dieser schwierigen Zeit weit davon entfernt war, ein perfekter Vater zu sein. »Für die gesamte Familie war es hart«, merkt Elle Fanning an, die im Film Niki spielt. »Er blendet alles andere aus, weil er so unter Stress steht. Niki ist seinetwegen sehr frustriert. Wegen ihm musste alles, von Freunden über die Schule bis zur Familie, hintangestellt werden. Sie konnte sich nicht mit ihren Freunden treffen, weil sie für ihn auf der Schreibmaschine tippen musste. Sie musste lernen, ziemlich schnell erwachsen zu werden. Sie hat ihn immer sehr respektiert, es ist also sehr berührend, als sie endlich einen Draht zueinander finden.«

In ihrer Kommunikation betonte Niki stets ihre Liebe zu ihren Eltern, sagt Fanning: »Sie nannte ihre Mutter immer Cleo und ihren Vater immer Trumbo – und nicht Mama und Papa. Ich dachte zuerst, es ginge ihr darum, sich zu distanzieren, aber Niki erklärte mir, dass sie das immer als Kosenamen empfunden hatte. Sie begegneten sich auf Augenhöhe. Das beschreibt die Familiendynamik ziemlich gut, denke ich.«

»For better or worse - I AM SPARTACUS!«

Für einen Film, der in Hollywood spielt, brauch man auch die passende Besetzung für die damaligen Größen - hier Edward G. Robinson, John Wayne und Kirk Douglas. Und für den Regisseur und Produzent von Exodus, Otto Preminger, wurde sogar ein Deutscher engagiert - Christian Berkel. »Es ist nicht nur schwierig, eine real existierende Figur zu spielen, die weltbekannt ist – schon die Besetzung ist eine echte Herausforderung«, meint Produzentin Williams.

Die Filmemacher besetzten schließlich den 1,95m großen, breitschultrigen und kernig attraktiv aussehenden David James Elliott als John Wayne. »John Wayne ist eine Ikone der amerikanischen Kinogeschichte«, sagt Jay Roach. »Die Vorstellung, ihm nicht gerecht zu werden, wäre schrecklich gewesen. David James Elliott verkörperte Wayne, ohne eine Karikatur zu sein oder ihn nachzuahmen.«

Elliott studierte Waynes Filme und las viel über den Schauspieler, um die Rolle spielen zu können. »Ich habe jede Menge Respekt vor diesem Mann«, erklärt er. »Er gehörte tatsächlich zu den moderateren Kräften bei der Motion Picture Alliance. Es war auf der ganzen Welt eine turbulente Zeit der Veränderung. Die Angst vor dem Kommunismus war riesig. Es war leicht, die Welt in Schwarz und Weiß zu unterteilen, und Wayne war überzeugt davon, dass er das Richtige tat.«

Edward G. Robinson wurde 1931 über Nacht zum Superstar, und zwar mit seinem Auftritt als knallharter Gangsterboss in Der kleine Caesar, einem frühen Gangsterfilm, der dazu beitrug, ein gesamtes Genre zu definieren. Im wahren Leben war Robinson kultiviert, intellektuell und politisch engagiert. Er selbst war nie ein Kommunist, aber seine progressiven Ansichten brachten ihn in Kontakt mit vielen Leuten, die es waren.

Michael Stuhlbarg, der als Robinson zu sehen ist, war einer der ersten Schauspieler, auf die sich die Filmemacher festlegten. »Michael war ein Traum«, begeistert sich Produzent Shivani Rawat. »Bei einem Mann mit so vielen tollen Titeln in seiner Filmografie sollte man nicht überrascht sein, dass er brillant ist. Er studierte die Filme mit Edward G. Robinson und alles Material, das er über ihn auftreiben konnte. Es war ihm wichtig, den Menschen zu spielen, nicht die berühmten Figuren, die Robinson in seinen Filmen dargestellt hat. Er wurde förmlich zu Edward G. Robinson. Er spürte den Schmerz und die Qual dieses Mannes – als Zuschauer fühle ich mit ihm.«

Kirk Douglas, vom Neuseeländer Dean O'Gorman gespielt, spielte eine entscheidende Rolle dabei, Autoren, Schauspielern, Regisseuren und anderen Profis in der Unterhaltungsindustrie, die auf der schwarzen Liste standen, wieder Arbeit zu beschaffen. Er war es, der Dalton Trumbo engagierte, das Drehbuch für das Sandalenepos Spartacus zu schreiben. Der Superstar befand sich zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt seiner Karriere und war einer der wenigen mutigen Insider, die ihren Einfluss dafür nutzten, ein Ende der schwarzen Liste in Hollywood zu erzwingen.

»John McNamara hat fantastische Arbeit geleistet, wie er die Geschichte zu Papier gebracht hat«, sagt O'Gorman. »Das Drehbuch ist unglaublich bewegend. Es ist witzig, aber es hat auch genauso viel Herz und Drama. Wer mit der Geschichte nicht vertraut ist, wird Bauklötze staunen. Im Grunde geht es darum, dass man sich treu bleiben und die Courage haben muss, für die Dinge, an die man glaubt, und die man für richtig hält, einzustehen. Dalton hat das getan. Und das ist es auch, was Kirk Douglas getan hat. Sie haben sich zu einer Zeit erhoben, als es gefährlich war, seinen Überzeugungen Ausdruck zu verleihen. Das ist ein Thema, das heute noch genauso relevant ist.«

Mitzi Trumbo ist erfreut, dass die Geschichte ihres Vaters in Gänze erzählt wurde. »Es ist wichtig, dass die Welt weiß, dass Menschen wie Trumbo für ihre Überzeugung große persönliche Opfer gebracht haben«, sagt sie. »Während des Drehs erzählten mir viele Schauspieler und Crewmitglieder, wie sehr sie ihn bewunderten und wie stolz sie waren, bei diesem Film mitmachen zu dürfen. Einer der absolut unvergesslichen Momente kam für mich an Halloween, als fast die gesamte Crew auftauchte und Schnurrbärte und Brillen wie Trumbo trug.«

Jay Roach ist der Meinung, dass Respekt und Bewunderung allemal verdient sind. »Dalton Trumbo war ein amerikanischer Patriot, aber seine Verteidigung der Redefreiheit machte ihn in den Augen mancher Leute zum Verräter«, berichtet der Regisseur. »Mein Film stellt eine entscheidende Frage: Wie sind wir als Land an einen Punkt gekommen, an dem es richtig erschien, jemanden wie Trumbo ins Gefängnis zu stecken und daran zu hindern, seinen Beruf als Autor auszuüben?

Diese Frage ist wichtig in einer Zeit, in der unser Land stärker gespalten ist, als ich es in meinem Leben jemals erlebt habe. Es geht um fundamentale Dinge und wir stellen die Frage, wie wir als Land weitermachen wollen. Redefreiheit ist leicht verteidigt, wenn wir Dinge aussprechen, die nicht anecken. Aber die Bill of Rights wurde entworfen, um Menschen zu beschützen, die Dinge sagen, die unbequem sind. Trumbo hat es immer und immer wieder gesagt: Es ist die Essenz des demokratischen Experiments.«

Trumbo ist vor allem endlich mal ein Biopic, das weder langweilig wirkt, noch uninteressant ist. Wer die Geschichte von Dalton Trumbo nicht kennt, geschweige denn den Namen Trumbo überhaupt schon mal gehört hat, wird sich nach der Sichtung des Films bestens über Trumbo und die damaligen Geschehnisse informiert fühlen. Die McCarthy-Ära war bereits Thema in zahlreichen Filmen und Serien, und doch findet man immer wieder etwas Neues darüber heraus.

Jay Roach, der in letzter Zeit auch mit politisch thematisierten Projekten punktete, ist mit diesem Film ein Glücksgriff gelungen, der nicht nur mit einer wahnsinnig prominenten Besetzungsriege aufwartet, sondern auch dafür für den Oscar® nominiert war! Wie man sieht, kann auch das Leben eines Drehbuchautoren recht interessant sein. Man darf Trumbo jetzt nur nicht mit dem ähnlich thematisierten Komödienwerk der Coen-Brüder, ►Hail, Caesar!, durcheinander bringen... ■ mz

Drama/Biografie
USA 2015
125 min



mit
Bryan Cranston (Dalton Trumbo) Joachim Tennstedt
Diane Lane (Cleo Trumbo)
Helen Mirren (Hedda Hopper)
Elle Fanning (Niki Trumbo)
Adewale Akinnuoye-Agbaje (Virgil Brooks)
Louis C.K. (Arlen Hird)
David James Elliott (John Wayne) Peter Flechtner
John Goodman (Frank King)
Michael Stuhlbarg (Edward G. Robinson)
Alan Tudyk (Ian McLellan Hunter)
Roger Bart (Buddy Ross)
Dean O'Gorman (Kirk Douglas)
Richard Portnow (Louis B. Mayer)
John Getz (Sam Wood)
Stephen Root (Hymie King)
Christian Berkel (Otto Preminger)
u.a.

drehbuch
John McNamara
nach der Buchvorlage von Bruce Cook

musik
Theodore Shapiro

kamera
Jim Denault

regie
Jay Roach

produktion
Groundswell Productions
ShivHans Pictures

verleih
Paramount