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Suite française
Melodie der Liebe
Frankreich im Sommer 1940 während der deutschen Besatzung: Die junge Lucile Angellier lebt unter der Obhut ihrer dominanten Schwiegermutter Madame Angellier. Ihr Ehemann ist im Krieg und beide Frauen warten auf Nachricht von ihm. Luciles einzige Freude ist das Klavierspiel. Ihr Leben ändert sich dramatisch, als Pariser Flüchtlinge im Dorf eintreffen - bald gefolgt von einem deutschen Regiment, das in dem kleinen Ort stationiert wird. Viele Einwohner müssen Soldaten bei sich aufnehmen. Der deutsche Offizier Bruno von Falk wird im Hause der Familie Angellier einquartiert. Während Lucile versucht, den attraktiven und kultivierten Bruno zu ignorieren, versteckt sie den flüchtigen Bauern Benoit, der in Notwehr seinen deutschen Hausgast Kurt Bonnet tötete, vor den Besatzern. Doch bald kommen sich Lucile und Bruno durch ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik näher...
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Irène Némirovsky war bereits eine bekannte Autorin, als sie 1942, vor Ende des Krieges, mit 39 Jahren in Auschwitz an Typhus starb. Die Schriftstellerin mit ukrainisch-jüdischen Wurzeln lebte mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Paris, bevor sie durch die deutsche Besetzung gezwungen waren, in eine Ortschaft im Burgund zu ziehen, die dann zur Inspiration für das fiktionale Bussy wurde. Némirovsky fühlte sich in dem Dorf relativ sicher und begann dort, ihren Roman zu schreiben. Angelehnt an „Krieg und Frieden“ von Lew Tolstoj, stellte sie sich ihre Erzählung als sagenhafte Geschichte über ein Land im Krieg vor.

Ihre Tochter, Denise Epstein, entdeckte den Roman erst ein halbes Jahrhundert später, hielt die Manuskripte lange Zeit für Tagebuchaufzeichnungen, brachte es aber nicht fertig, sie zu lesen. Erst nach dem Tod ihrer Schwester Élisabeth, 1996, stellte Epstein fest, dass es sich um einen unvollendeten Roman handelte. Fünf Kapitel sollte Némirovskys „Suite française“ am Ende eigentlich haben, nur zwei konnte sie fertigstellen. Epstein begann also, diese beiden Teile sorgfältig abzuschreiben.

Sie hießen „Sturm im Juni“ und „Dolce“. Im ersten Teil wird die überstürzte Flucht der Zivilisten aus Paris, angesichts der drohenden Eroberung der Stadt durch die Deutschen im Juni 1940, beschrieben. „Dolce“ spielt in einer kleinen Stadt außerhalb von Paris namens Bussy. Dieses Kapitel handelt vom Alltag der Einwohner, ihren Bemühungen und Schwierigkeiten, sowohl mit den Flüchtlingen aus Paris als auch mit der deutschen Besatzung umzugehen. Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Französin aus besseren Kreisen, Lucile Angellier, und dem deutschen Offizier Bruno von Falk. Némirovsky hinterließ außerdem einen Entwurf für den dritten Teil, der „Gefangenschaft“ heißen sollte, sowie zwei Titel ohne weitere Notizen: „Schlachten“ und „Frieden“.

Denise Epstein brachte das Romanfragment zu einem französischen Verleger, woraufhin die beiden ersten vollständigen Teile 2004 in einem Band unter dem Titel „Suite française“ veröffentlicht wurden. Das Buch zählt zu Frankreichs beliebtesten Romanen der letzten 10 Jahre, und auch alle von Némirovskys vorherigen Romanen wurden wiederentdeckt und erfolgreich neu veröffentlicht. Denise Epstein starb im April 2013 in Frankreich, wenige Monate vor der Verfilmung.

»Es wurde kaum jemals ein Wort über unsere wahren Gefühle gesprochen, nicht ein einziges Wort über Liebe.« - Lucile Angellier

Irène Némirovskys Roman ist ein Bericht aus erster Hand über den Umgang der einheimischen Bevölkerung mit den deutschen Besatzern. Es ist die Ehrlichkeit der Dokumentation, dieses detailgenaue Panorama einer von Klassen bestimmten, strikt hierarchischen Gesellschaft, die die Verfilmung übernehmen und zeigen will. Dazu gehören der enorme Druck durch die Besatzung, die massenhaften Denunziationen in den eigenen Reihen ebenso wie die tabuisierten und heimlichen Beziehungen, aus denen geschätzte 100.000 Kinder am Ende des Kriegs hervorgingen.

Regisseur Saul Dibb faszinierte die ungewöhnliche Herangehensweise an dieses Kriegsdrama: »Wir haben bereits unzählige Male in Filmen gesehen, wie der Krieg für die Männer war. Suite française konzentriert sich auf die Erfahrungen der Frauen, inspiriert von dem Werk einer weiblichen Autorin, die während des Schreibens von der besetzenden Macht, die sie in ihrem Roman beschreibt, umgebracht wurde.«

»Es sollte um diesen zentralen Ort, also Bussy, gehen, mit der Figur Lucile im Mittelpunkt. Zusätzlich haben wir noch einige der Hauptelemente der Flucht aus dem ersten Teil eingebaut«, so Dibb. »Ich nahm also die Flüchtlinge aus „Sturm im Juni“ und die Landschaft aus „Dolce“ und konnte so in das, was „Dolce“ wirklich ausmacht, eintauchen, mich auf Luciles Erfahrungen konzentrieren«, erklärt der Regisseur seinen Arbeitsprozess weiter.

»Außerdem wollte ich Irènes Notizen zum dritten Teil des Buches berücksichtigen, um das Ende des Films härter als das Ende des „Dolce“ Romans zu machen. Ich glaube, dass Irène das ursprünglich auch so geplant hatte. Vor dem Hintergrund ihres Schicksals und der Geschichte Frankreichs konnte es doch nicht einfach eine sanfte Geschichte sein, der Film musste also all diese Elemente beinhalten. Einen unfertigen Roman kann man akzeptieren - einen unfertigen Film mit offenem Ende auf keinen Fall!«

In der Tat ist der Film eine in sich abgeschlossene Liebesgeschichte, in der die Gefühle hauptsächlich durch Taten ausgedrückt werden. Allerdings lässt das Ende Interpretationen offen, auch wenn Lucile erzählt, dass sie Bruno nie wiedergesehen hatte. Der Film wirkt zwar insgesamt sehr ruhig, stellt aber eindrucksvoll die Belagerung der Deutschen, wie auch den Fliegerangriff auf die Flüchtlinge zu Beginn des Films dar. Die internationale Besetzung und Crew drehte komplett an realen Sets, hauptsächlich in Belgien, aber einige Schlüsselszenen auch in Frankreich.

Obwohl die Entscheidung, auf Englisch zu drehen, schon zu Beginn fest stand, gab es nachfolgend eine große Diskussion darüber, ob die Figuren Englisch mit Akzent sprechen sollten. Das Produktionsteam sah sich daraufhin Filme wie beispielsweise Stephen Daldrys Der Vorleser an, in dem deutsche Figuren Englisch mit deutschem Akzent sprechen, und entschied, dass hier die französischen Figuren akzentfreies Englisch sprechen sollten, auch, damit das englischsprachige Publikum Klassenunterschiede unter den französischen Figuren subtil wahrnehmen kann.

»Wir haben versucht, das Gefühl des Film so „französisch“ wie möglich zu halten«, so Produzentin Andrea Cornwell. »Jede Radioübertragung, die man hört, ist Französisch. Alles Niedergeschriebene, ob handgeschriebene Briefe oder Zeitungen, ist Französisch. Die Schilder sind auch auf Französisch. So wird der Zuschauer ständig daran erinnert, dass er sich eigentlich nicht in einer englischsprachigen Welt befindet.«

Dibb beschloss außerdem, dass deutsche Figuren Deutsch sprechen und mit Untertiteln versehen werden sollten, um ihr Anderssein und ihre Fremdheit zu unterstreichen. Cornwell dazu: »Wir wollten so viele echte deutsche Schauspieler wie möglich besetzen und das haben wir auch geschafft. Nur für Matthias hatten wir einen Dialekt Coach, alle anderen deutschen Rollen werden aber von Deutschen gespielt.«

»Eigentlich sollte ich derjenige sein, vor dem man Angst haben sollte. Aber sie könnte leicht die Pest verjagen.« - Bruno von Falk

Die Besetzung ist wirklich bunt zusammengewürfelt. »Michelle Williams ist einfach eine grandiose Schauspielerin«, betont Dibb. »Ich wollte jemanden, der subtil vermitteln kann, wie es ist, in einem unterdrückten Staat zu leben. Michelle hat sehr viel Seele, Leidenschaft und Raffinesse und taucht komplett in die Situation ein. Ihr Ziel ist es stets, vollständig eins mit dem Charakter zu werden.

Es ist hauptsächlich eine verbotene Liebesgeschichte. Es geht um die Radikalisierung einer jungen Frau. Zunächst begegnet man Lucile als schüchterner Maus, und am Ende zeigt sie, was wirklich in ihr steckt. Sie zeigt, wie sehr sich ein Mensch während einer Besetzung verändern kann, wie er über sich hinauswächst. Das ist etwas, das man überall auf der Welt immer wieder sehen konnte und kann. Die Liebesgeschichte ist der Katalysator. Ihre Liebe befreit sie, veranlasst sie, weiterzumachen und andere Wege einzuschlagen, mutig zu sein.«

Der deutsche Soldat Bruno von Falk, in den sich Lucile verliebt, wird von Matthias Schoenaerts gespielt, der mit Der Geschmack von Rost und Knochen seinen Durchbruch feiern konnte, und der zuletzt an der Seite von Kate Winslet in ►Die Gärtnerin von Versailles, neben Carey MulliganAm grünen Rand der Welt und neben Alicia Vikander in ►The danish Girl zu sehen war. Schoenaerts spielt Bruno nicht so sehr als Soldaten, sondern mehr als einen Künstler.

»Bruno wuchs zwar in einer militärischen Familie auf, aber tief in seinem Inneren ist er Künstler, Musiker, Komponist. Im Krieg muss er aber seiner Pflicht nachkommen. Ich habe versucht, ihn nicht so sehr als Deutschen zu sehen. Das Kostüm reicht da ja schon, man muss den Deutschen nicht spielen, man ist der Deutsche. Abgesehen davon ist er für mich einfach ein Mensch«, sagt der Schauspieler.

Saul Dibb wollte die typischen klischeehaften Portraits von „guten“ oder „schlechten“ Deutschen vermeiden: »Es fällt leicht, Menschen zu dämonisieren oder schlecht dastehen zu lassen. Viel schwieriger ist es jedoch, die Komplexität aller Beteiligten zu zeigen. Bruno ist der Armee beigetreten und glaubt an bestimmte Dinge. Er macht die Erfahrung, dass er seine Ideale in der Kriegsrealität nicht aufrecht erhalten kann, auch wenn er es versucht. Als er die Konsequenzen der Handlungen seiner Armee begreift, findet ein Prozess der Ernüchterung bei ihm statt.«

Sowohl der Film als auch das Buch bilden einen sehr speziellen Moment des Krieges ab. Némirovsky hörte 1941 auf, das Buch zu schreiben, kurz bevor die Deutschen begannen, Druck auf die französische Bevölkerung auszuüben. Ursprünglich wollte die besetzende Macht an der Seite der Franzosen arbeiten. So verweist Némirovsky in ihrem Roman nie auf die deutschen Soldaten als Nazis. »Es sind Menschen, die in einer äußerst schwierigen Situation mit anderen Menschen zusammenleben«, so Dibb. »Ich wollte sie auf einer sehr menschlichen Ebene darstellen, so wie es Irène auch getan hat.«

Kristin Scott Thomas war Dibbs perfekte Wahl für die Rolle der Madame Angellier: Sie lebt in Frankreich und spricht fließend Englisch und Französisch. »Immer wenn ich das Buch gelesen habe, dachte ich, Kristin wäre die beste Madame Angellier. Mit ihrem fein nuancierten Spiel ist sie in der Lage, Empathie für einen scheinbar sehr harten Charakter zu erzeugen. Am Ende empfindet man mit ihr, obwohl man sie zu Beginn für ziemlich gemein hält«, erzählt der Regisseur.

Benoit Labarie wird von Sam Riley gespielt, dessen Frau Alexandra Maria Lara übrigens natürlich auch eine kleine Rolle in dem Film bekommen hat. Labarie bewirtet als Bauer das Land des Vicomtes und der Vicomtesse de Montmort. Da sein eines Bein gelähmt ist, konnte er nicht mitkämpfen und ist somit einer der wenigen jungen französischen Männer, der in Bussy geblieben ist. »In meiner Figur zeigt sich der aufkeimende Widerstand in der Stadt und gleichzeitig die Demütigung durch die Niederlage - also dass diese Idioten herumlaufen, als würde ihnen der Ort gehören«, sagt Riley.

Er ist es auch, der schließlich die Dinge in die Hand nimmt - er versteckt die Klamotten der im See badenden Deutschen und tötet schließlich den von Tom Schilling gespielten, fiesen deutschen Offizier Kurt Bonnet, der Benoits Frau Madeleine, die von der vielseitigen Ruth Wilson gespielt wird. »Sie liebt ihren Mann und versucht, den Frieden zwischen Benoit und Bonnet zu wahren«, so Wilson, »doch das Risiko ist sehr groß. Sie ist sich bewusst, dass die Situation jeden Moment außer Kontrolle geraten kann.«

Celine Joseph wird von der Australierin Margot Robbie gespielt, die zuletzt in ►The Wolf of Wall Street und Focus zu sehen war und diese Woche ebenfalls in ►The Big Short einen kurzen Auftritt hat. In Suite française ist sie kaum wiederzuerkennen, denn ihre dunklen Haare sind mindestens genauso ungewohnt wie das Ambiente, in dem sie spielt. Mit Lucile und Madeleine gehört Celine zum Trio weiblicher Charaktere, die den unterschiedlichen Umgang der französischen Frauen mit den deutschen Besatzern abbilden. »Celine ist sehr offen. Sie sieht die Deutschen nicht als schlecht«, so Robbie. »Ihrer Meinung nach sind sie einfach nur Menschen. Wenn du jemanden liebst, ist es doch völlig egal, woher er kommt. Celine kann diese Ansicht auch Lucile vermitteln.«

»Er ist in Sicherheit.« - Lucile zu Madeleine

Ziel war Authentizität auf jeder Ebene, und Dibbs dokumentarische Erfahrung sowie Némirovskys außergewöhnliche Schilderung aus erster Hand halfen dabei. »Es ist schwierig, einen historischen Film zu drehen, der in den 1940er Jahren spielt. Es gibt keine fertigen Locations, die man einfach so nutzen könnte«, so Andrea Cornwell. »Man kann gute Entscheidungen treffen, tolle Landschaften finden, aber, mit der Ausnahme weniger Landschaftsausblicke, muss man alles irgendwie modifizieren.

Andererseits ist diese Zeit sehr gut dokumentiert. Man kann sich Bilder ansehen, ob aus anderen Filmen, Büchern oder dokumentarisches Bildmaterial. Es gibt immer etwas, auf das man zurückgreifen kann. Was die militärische Geschichte betrifft, gibt es sehr viele Fallen, in die man tappen kann. Es gibt Leute, die sich sehr gut damit auskennen und ich denke, es wird immer Kommentare geben wie: „Die Knöpfe an dieser Jacke sind falsch.“, oder: „Der Schornstein auf diesem Bauernhaus ist falsch.“ Alles was man tun kann, ist, immer und immer wieder jeden Aspekt bis ins Detail zu überprüfen.«

Auch die Außenansicht von Bussy sollte auf einem echten Marktplatz gedreht werden, und nach einer schwierigen Suche fand das Drehteam in dem belgischen Städtchen Marville den perfekten Drehort. Marville wurde über die Jahre nicht ständig modernisiert. Es gibt kaum moderne Läden, Reklamewände, Straßenmarkierungen oder Antennen auf den Dächern. Und sogar das Wetter spielte bei sommerlichen Temperaturen mit - fast wie in der Hitzewelle des Sommers von 1940, wie sie von Némirovsky beschrieben wird.

Der Look wurde nicht zuletzt auch durch die Entscheidung beeinflusst, auf 35 mm zu drehen. Es wurden einige der letzten Reserven nicht mehr produzierten Fuji-Filmmaterials auf der Welt zusammengesucht. »Bestimmte Farben werden wichtiger und eindringlicher im Laufe des Films«, erläutert Bühnenbildner Michael Carlin. »Das hat hauptsächlich damit zu tun, wie Michelles Kostüme zum Hintergrund passen. Während sie selbstbewusster und eigenständiger agiert, werden die Farben etwas stärker und passen besser zum Hintergrund und das verstärkt sich im Laufe der Geschichte.«

Aber, wie der Titel verrät, spielt auch die Musik eine große Rolle. Bereits am Anfang stand fest, dass Matthias Schoenaerts und Michelle Williams Klavier spielen sollten, und Michelle musste sich dafür mehrere Monate vorbereiten. Der mehrfach preisgekrönte Komponist Alexandre Desplat schrieb das Klavierstück „Dolce“, das im Film als Brunos Komposition, die „Suite française“, zu hören ist. Der Rest der Filmmusik sind ältere Titel, hauptsächlich deutscher Jazz aus den 1930ern sowie der Originalscore von Rael Jones.

Suite française ist ein packendes Kriegsdrama, das die Figuren nicht wie gewohnt eindimensional darstellt, wie auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Saul Dibb schafft es, Irène Némirovskys „Unvollendete“ zu einem stimmigen, in sich abgeschlossenen Film zu machen. Dabei ist der Film weder besonders bewegend noch langweilig. Es ist vielmehr eine spannende Zeitaufnahme, die in Sachen Flüchtlinge sogar Parallelen zur derzeitigen Weltsituation aufzeigt. ■ mz

Drama/Krieg
GB/F 2014
108 min


mit
Michelle Williams (Lucile Angellier) Anna Grisebach
Kristin Scott Thomas (Madame Angellier)
Matthias Schoenaerts (Bruno von Falk)
Ruth Wilson (Madeleine Labarie)
Sam Riley (Benoit Labarie)
Margot Robbie (Celine Joseph)
Lambert Wilson (Viscount de Montmort)
Harriet Walter (Vicomtesse de Montmort)
Clare Holman (Marthe)
Alexandra Maria Lara (Leah)
Tom Schilling (Kurt Bonnet)
Heino Ferch (Major)
u.a.

drehbuch
Matt Charman
Saul Dibb
nach der Romanvorlage von Irène Némirovsky

musik
Rael Jones
Alexandre Desplat

kamera
Eduard Grau

regie
Saul Dibb

produktion
Alliance Films
Qwerty Films
Scope Pictures
TF1 Films Production
The Weinstein Company

verleih
Universum Film