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Pixels
Präsident Cooper steht unter Druck. Aliens haben eine Sonde mit Arcade-Spielen aus den 1980er Jahren abgefangen und die Botschaft missverstanden, fordern die Erde zum Duell und attackieren mit pixeligen Figuren aus Spielen wie Centipede oder Pac-Man. Hilflos wendet sich Cooper an seinen Jugendfreund Brenner, einen früheren Meister vieler Arcade-Spiele. Zusammen mit einem alten Kumpel, einem früheren Rivalen und einer Offizierin zeigt Brenner den Aliens, aus welchem Holz irdische Gamer geschnitzt sind.
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Regisseur Chris Columbus hat schon einige sehr erfolgreiche Filme gemacht. Im Familien- und Komödienbereich fallen einem Kevin - allein zu Haus und Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen ein und in Richtung Fantasy zeichnet er sich mit den ersten beiden „Harry Potter“-Buchverfilmungen aus. Mit Videospielen würde man ihn nicht sofort in Verbindung bringen, allerdings sagt er: »Das Pixels-Drehbuch fühlte sich so originell und einzigartig an, dass ich das Projekt einfach annehmen musste.«

Der Film beginnt im kultigen Jahr 1982, wo es zwar schon Videospielkonsolen wie Atari gab, die amerikanische jugendliche Bevölkerung allerdings gerne in sogenannten Arcaden abhing und ihre Quarter-Münzen (25 Cent) an die dort aufgestellten Videospielautomaten verfütterte. In diesem Jahr gibt es im Film eine Videospielmeisterschaft, welche in verschiedenen Spielen ausgetragen wurde und alle unsere männlichen Hauptcharaktere dort zum ersten Mal aufeinandertreffen.

Unsere zu dem Zeitpunkt noch als Jugendliche dargestellte Protagonisten gewinnen zwar den ein oder anderen Titel, im alles entscheidenen Finale trifft Sam Brenner (als Erwachsener dargestellt von Adam Sandler) nun auf den mehr als angeberischen, ungeschlagenen Eddie „The Fire Blaster“ Plant (nachher von Game of Thrones-Star Peter Dinklage gespielt)...

Jahre später haben unsere videospielenden Helden eigene Wege verfolgt. Sam Brenner schließt bei Kunden Home-Entertainment-Systeme an, Ludlow Lamonsoff (verkörpert von Josh Gad) gehört zu den Verschwörungstheoretikern und Will Cooper (kein geringerer als Kevin James) hat es bis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gebracht, wobei er hin und wieder in diverse Fettnäpfchen tritt.

Als eine Reihe ungewöhnlicher Angriffe auf die Erde geschehen, stellt sich heraus, dass eine Alienrasse eine friedliche Erdenbotschaft mit Videospielkompetenzen falsch interpretiert hat und die Erde mit Referenzen an Pac-Man (ja, hier ist er böse) oder Centipede in Schutt und Asche legen wollen. Als Freund des Präsidenten erkennt Sam Brenner das Muster hinter diesen Angriffen, und mit dem Militär und der Präsidentenberaterin (gespielt von Michelle Monaghan) wird ein Gegenplan entwickelt, für den auch die Mithilfe von Sam Brenners ewigen Videospielrivalen Eddie „The Fire Blaster“ Plant benötigt wird. Dieser wird dafür kurzerhand aus dem Gefängnis entlassen und versucht zusätzlich im Gegenzug dafür, noch einiges für sich herauszuhandeln.

Was dann beginnt ist eine schöne Hommage an die alte Videospielzeit (mit Klassikern wie Asteroids, Frogger, Centipede, Pac-Man, Galaga, Space Invaders, Donkey Kong, Tetris - um nur einige zu nennen), in dessen entscheidender Schlacht viele 2D-Charaktere dreidimensionales Leben eingehaucht bekommen. Mehr soll hier nicht verraten werden, es warten einige Überraschungen auf den Kinobesucher.

Chris Columbus erzählt, dass unter anderem ein Grund dafür war, dass er sich von dem Filmprojekt angezogen fühlte, es hier die Möglichkeit gab, etwas auf die Leinwand zu bringen, was wahrhaftig Zuschauer aller Altersklassen anzieht. »Natürlich werden die Eltern sich erinnern, diese Videospiele zu Hause oder in einer der Arcaden gespielt zu haben, und ihre Kinder werden von all diesen Charakteren erstaunt sein. Es gibt hundert lustige Szenen für Erwachsene und hundert, die auch für ihre Kinder funktionieren«, sagt er. »Aber es ist mehr als das. Ich denke, es gibt für diese Videospiele und für die 80er im Besonderen sehr viele Gefühle nostalgischer Art.«

Für Nostalgiker, die dem Videospielgeschehen der 80er nicht fern sind, macht der Film auch in der recht gut übersetzten und synchronisierten Fassung eine Menge Spaß und bietet kurzweilige Unterhaltung mit vielen Erinnerungen an eine gut im Gedächtnis gebliebene Zeit! Abschließend bleibt nur zu sagen, dass man auf keinen Fall den Abspann verpassen sollte, der ein zusätzliches zusammenfassendes Highlight des Films präsentiert! ■ mh

Komödie/Action/SciFi
USA 2015
106 min
3D


mit
Adam Sandler (Sam Brenner) Dietmar Wunder
Kevin James (Cooper) Thomas Karallus
Michelle Monaghan (Lt. Col. Violet van Patten) Gundi Eberhard
Peter Dinklage (Eddie) Claus-Peter Damitz
Josh Gad (Ludlow Lamonsoff) Gerrit Schmidt-Foß
Matt Lintz (Matty)
Brian Cox (Admiral Porter) Engelbert von Nordhausen
Sean Bean (Corporal Hill) Torsten Michaelis
Jane Krakowski (First Lady Jane Cooper)
Dan Aykroyd (1982 Championship MC) Thomas Danneberg
Affion Crockett (Sergeant Dylan Cohan)
Lainie Kazan (Mickey Lamonsoff) Eva-Maria Werth
Ashley Benson (Lady Lisa)
Matt Frewer (Max Headroom) Detlef Bierstedt
Serena Williams (Serena Williams) Victoria Sturm
Martha Stewart (Martha Stewart)
u.a.

drehbuch
Timothy Dowling
Tim Herlihy
Adam Sandler
nach einer Idee von Patrick Jean

musik
Henry Jackman

kamera
Amir Mokri

regie
Chris Columbus

produktion
1492 Pictures
Columbia Pictures
Happy Madison Productions

verleih
Sony