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Terminator: Genisys
Im Jahr 2029 haben die verbliebenen menschlichen Rebellen das mächtige Skynet-Imperium und ihre Maschinen an den Rand der Niederlage gebracht - dank der umsichtigen Führung des Veteranen John Connor. Er schickt seinen loyalsten Mitstreiter, den in den Ruinen der Zivilisation groß gewordenen Kyle Reese, zurück in die Vergangenheit, um seine Mutter zu retten, die von einem durch die Zeit gereisten Terminator bedroht wird. Im Jahr 1984 angekommen, ist allerdings alles ganz anders, als Reese es erwartet hatte.
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Der fünfte Terminator-Film orientiert sich an den ersten beiden Meilensteinen von James Cameron. Er geht allerdings dann doch stärker eigene Wege und dies, ohne es zu verraten, relativ geschickt: Die Geschichte beginnt in der Zukunft. Nach einem Atomschlag, ausgelöst durch das Maschinenprogramm Skynet, ist ein Großteil der Menschheit ausgelöscht. Die verbliebenen Menschen unter Führung von John Connor holen zum finalen Schlag gegen die Maschinendiktatur von Skynet aus.

Skynet weiß, dass die Niederlage nah ist und versucht mit einem letzten allumfassenden Schachzug, einen T-800 Terminator in die Vergangenheit zurückzuschicken, um Johns Mutter Sarah Connor zu eliminieren und damit zu verhindern, dass der charismatische Anführer der verbliebenen Menschen, den Kampf gegen die Unterdrückung der Maschinen aufnimmt.

Beim Zeitportal angekommen realisieren die Protagonisten, was geschehen ist und senden einen ihrer Männer, namens Kyle Reese, ebenfalls in das Jahr 1984, um die Menschheit vor ihrem fatalen Schicksal zu bewahren - in der Hoffnung, dass Reese es schafft den Terminator auszuschalten und dessen Mission zum Scheitern zu bringen. Soweit bekannt.

Interessant ist hier, wie detailliert die Produzenten Dana Goldberg und David Ellison (beides große Anhänger der ersten beiden Filme) mit Regisseur Alan Taylor dem allerersten Terminator-Film und teils dem zweiten ihren Respekt zollen! Man könnte denken, dass anfangs fast 1:1 Einstellungen und Ereignisse, die im Jahr 1984 spielen, übernommen wurden - was einen Heidenspass für alteingesessene Fans darstellt.

Der in Los Angeles am Griffith Park Observatorium angekommene T-800-Terminator beschafft sich von 3 Punks (unter denen allerdings nicht Schauspieler Bill Paxton ist, der damals 1984 im ersten Film einen der drei verkörpert hat) Klamotten, da man nur nackt durch die Zeit reisen kann und im Dschungel von L.A. nicht auffallen möchte. Was danach passiert ist eine Tour de Force mit einigen Wendungen und Überraschungen, die sehr schade wären, wenn wir sie hier schon erzählen würden.

Soviel sei gesagt, dass mit unterschiedlichen Zeitlinien gearbeitet wird, was einerseits ein wenig verwirrt (wie es Zeitreisegeschichten oftmals an sich haben), andererseits, wenn man sich darauf einlässt, auch sehr unterhaltsam ist, da andere Aspekte und Standpunkte beleuchtet werden. Produzent David Ellison betont: »Terminator Genisys ist kein Remake, es ist kein Reboot, es ist keine Fortsetzung. Man kann es eigentlich nur als Neuerfindung basierend auf dem Quellenmaterial von James Cameron bezeichnen. Die Zuschauer müssen im Grunde keinen der vorangegangenen Filme kennen, unser Film kann komplett auf eigenen Beinen stehen. Aber natürlich ist es so, dass wir für die Fans, die die ersten Terminator-Filme lieben, ein paar großartige „Ostereier“ versteckt haben. Wir machen uns das ureigene Wesen der Zeitreise zu eigen und folgen einer anderen Zeitlinie, um die Figuren, mit denen das Publikum und wir groß geworden sind, in eine völlig andere Richtung mitzunehmen.«

Neben der Jahrzehnte-übergreifenden Storyline hat der Film natürlich einiges an Actionszenen aufzuwarten. Erinnern wird man sich im Nachhinein an eine fulminante Verfolgungsjagd mit Hubschraubern, die zum Endkampf überleitet. Da die Produzenten große Fans der ersten beiden James-Cameron-Terminator-Filme sind, war es für sie zur Realisierung eines neuen Films, an dem sie sich die Rechte gesichert hatten, undenkbar ohne die Beteiligung von Arnold Schwarzenegger! Darin sind sich auch Regisseur Alan Taylor und Hauptdarstellerin Emilia Clarke einig.

Als Fazit lässt sich sagen, dass der neuerliche Auftritt dieser Filmikone möglicherweise die Fans ein wenig spalten wird, allerdings, bis auf dass er ein bisschen kürzer hätte sein dürfen, gut bis sehr gut unterhält. Terminator: Genisys soll der Auftakt einer Trilogie sein, und wir sind gespannt, wie die Zukunft bei diesem Franchise aussehen wird! ■ mh

Thriller/Action/SciFi
USA 2015
126 min


mit
Arnold Schwarzenegger (T-800) Thomas Danneberg
Jason Clarke (John Connor) Torben Liebrecht
Emilia Clarke (Sarah Connor) Gabrielle Pietermann
Jai Courtney (Kyle Reese) Martin Kautz
J.K. Simmons (O'Brien) Jan Spitzer
Dayo Okeniyi (Danny Dyson)
Courtney B. Vance (Miles Dyson)
Matt Smith (Alex)
Byung-hun Lee (T-1000)
Michael Gladis (Lt. Matias) Olaf Reichmann
Sandrine Holt (Det. Cheung) Damineh Hojat
Gregory Alan Williams (Det. Harding) Sven Brieger
u.a.

drehbuch
Laeta Kalogridis
Patrick Lussier
nach der Vorlage von James Cameron und Gale Anne Hurd

musik
Lorne Balfe

kamera
Kramer Morgenthau

regie
Alan Taylor

verleih
Paramount