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Für immer Adaline
The Age of Adaline
Im Jahre 1935 ist Adaline Bowman 29 Jahre alt. Nach einem Unfall hört sie auf zu altern. Sie zieht sich zurück, wechselt immer wieder Name und Wohnort, um ihr persönliches Geheimnis zu wahren. Nur ihre Tochter weiß Bescheid. Als sich Jenny, wie sie sich jetzt nennt, gegen ihre Regeln in den charismatischen Ellis Jones verliebt und bei einem Besuch in seinem Elternhaus die Wahrheit an den Tag kommt, spitzt sich die Situation zu und sie muss eine Entscheidung fällen.
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Am 31. Dezember 2014 reiste ein Taxi durch San Francisco von Chinatown nach Marin. Der Wagen chauffierte einen einzigen Passagier, eine Frau - ihr Geburtsname: Adaline Bowman, derzeitiger Alias: Jennifer Larsen. Dies ist das erste und letzte Kapitel ihrer Geschichte...

Adaline Bowman erfuhr das Schicksal, von dem viele Frauen träumen: Mit 29 Jahren hörte sie auf zu altern. Solch einen Fakt kennen wir bislang lediglich aus Fantasyfilmen und -serien. Da waren es zumeist Männer, die zudem auch noch unsterblich waren, was bei Adaline nicht der Fall ist. Für immer Adaline (wieder ein völlig fehlgeleiteter deutscher Titel, da wir am Ende des Films von einem anderen Schicksal unserer Titelfigur erfahren) ist jedoch kein wirklicher Fantasyfilm, eher eine epische Liebesgeschichte.

»Das Kernthema des Films ist mitreißend«, erzählt Regisseur Lee Toland Krieger. »Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die nach einem Unfall ewig jung bleibt. Nur ihre Tochter, die inzwischen über 80 ist, kennt ihr Geheimnis. Erst durch die Begegnung mit einem jungen Mann, wie sie noch keinen getroffen hat, löst sie sich allmählich aus ihrer einsamen Existenz. Ich hatte zuvor noch nie etwas gelesen, das sich mit der Schönheit des Altwerdens beschäftigt. Unsere heutige Welt ist besessen von Jugend und Eitelkeit. Umso rührender fand ich diese Idee.«

Ein ähnliches Szenario beinhaltete die leider kurzlebige Serie Forever, in der Ioan Gruffudd einen nicht alternden Unsterblichen spielt, der mit seinem alt gewordenen Sohn, der von Judd Hirsch verkörpert wird, ein Antiquitätengeschäft in New York führt und als Leichenbeschauer bei der Polizei arbeitet. Gruffudds Figur Henry Morgan ist jedoch um einige Jahrhunderte älter als Adaline. Forever, wie auch Adaline spielen in der Gegenwart und ziehen ihre epische Energie aus den Rückblenden ihrer Hauptprotagonisten.

Krieger nahm sich nach ►Celeste & Jesse erneut den Irrungen und Wirrungen der Liebe an - diesmal jedoch von einem anderen Standpunkt aus. Wie auch Henry Morgan in Forever findet sich Adaline hier in dem Dilemma, ohne Lebenspartner durchs Leben zu gehen. Ihr größter Wunsch ist es, mit jemandem gemeinsam alt zu werden. Durch das Nichtaltern bleibt jedoch beiden dieser Wunsch verwehrt.

Der Film wirkt wie ein Märchen, erzählt aus dem Off, als wenn jemand aus einem Buch eine Gutenachtgeschichte vorliest. Die Filmmusik von Rob Simonsen untermahlt die epische Geschichte mal imposant, mal zu Tränen rührend, aber immer auf den Punkt, weshalb bei dem Film auch kein Auge trocken bleiben sollte. Das gesamte Design des Films reflektiert die Veränderungen, die Adaline in ihrem langen Leben durchmacht. »Mit der Zeit wird ihre Einstellung positiver und damit auch die Optik des Films«, erläutert der Regisseur. »Alles wird wärmer und heller. Adalines Wohnung in San Francisco etwa wirkt zu Beginn relativ kalt, fast klinisch. Aber dann, ab der Mitte des Films, erscheint sie wärmer und freundlicher.«

Mit viel Ästhetik und großer Unterstützung durch GUCCI gelang es den Kostümbildnern, Setdekorierern und Bildgestaltern, den Look einer jeden Epoche bis ins kleinste Detail darzustellen - von den Kleidern, die Mode-Ikone Blake Lively erfreut tragen durfte, über Autos, Gebäude bis hin zu den kleinen Dingen wie Zeitschriften, Schilder usw.. Lively trägt den Film, wie auch ihre Kleider, mit Fassung, wie es sich für eine „ältere“ Dame gehört. An ihrer Seite brillieren der Holländer Michiel Huisman, Harrison Ford als Adalines verlorene Liebe, Ellen Burstyn als Adalines Tochter Flemming und Kathy Baker. ■ mz

Drama/Fantasy
USA 2014
113 min


mit
Blake Lively (Adaline Bowman) Kaya Marie Möller
Michiel Huisman (Ellis Jones)
Harrison Ford (William Jones) Wolfgang Pampel
Ellen Burstyn (Flemming)
Kathy Baker (Kathy Jones)
Amanda Crew (Kiki Jones)
Richard Harmon (Tony)
Anjali Jay (Cora) Dana Friedrich
u.a.

drehbuch
J. Mills Goodloe
Salvador Paskowitz

musik
Rob Simonsen

kamera
David Lanzenberg

regie
Lee Toland Krieger

verleih
Universum Film