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Jupiter ascending
Jupiter Jones wurde unter dem Nachthimmel geboren. Man sagt ihr eine große Zukunft voraus. Als erwachsene Frau träumt Jupiter von den Sternen, wird aber immer wieder vom nüchternen Alltag eingeholt, denn sie bekommt nichts auf die Reihe und jobbt als Putzfrau. Erst als der genetisch manipulierte Ex-Soldat Caine auf der Erde landet, um sie zu finden, beginnt Jupiter zu ahnen, welches Schicksal ihr von Geburt an vorherbestimmt ist: Ihre Gene weisen sie als Anwärterin auf ein außergewöhnliches Erbe aus, das den gesamten Kosmos aus den Angeln heben könnte.
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Jupiter ascending wird wohl ebenso untergehen wie Disneys John Carter, obwohl sich die Wachowskis mit ihrem ersten originalen Sci-Fi-Projekt seit The Matrix viel Mühe gegeben haben! Der Film besticht mit seiner Optik, den großen Bildern von John Toll, dem wir auch schon solch Werke wie Legenden der Leidenschaft, Braveheart, Vanilla Sky oder zuletzt Der Plan oder Cloud Atlas zu verdanken haben. Und mit dem wahnsinnig imposanten Soundtrack von Michael Giacchino kann doch eigentlich gar nichts schief gehen, oder?

Was die Wachowskis dabei nicht bedacht haben, ist, dass die Kinogänger und Genrefans bereits dermaßen verwöhnt sind, dass sie Versatzstücke anderer großartiger Werke derart leicht wiedererkennen. Da wäre zum Einen natürlich Star Wars genannt: Die Familiensaga um Luke, Leia und Anakin findet man in ähnlicher Form hier wieder, und die grandiose Verfolgungsjagd durch Chicago erinnert sehr stark an das legendäre Pod-Rennen. Ebenso verbeugen sich Andy und Lana (vormals Larry) Wachowski in einer bürokratischen Szene vor Terry Gilliam, der in selbiger auch einen Gastauftritt hat.

Der Zuschauer wird zusammen mit Jupiter Jones völlig überladen mit Informationen und überdimensionalen Effekten, dass man aus dem Staunen praktisch nicht mehr heraus kommt - Raumschiffe, fremde Welten, Bauten und Wesen, die die Sinne praktisch überladen. Mit Jupiter ascending schufen die Wachowskis ganz klar eine überbordende Science-Fiction-Sinfonie, wie man sie selten findet.

Der Film befindet sich, wie auch die Erde im Film, auf der Abschussliste des Zielpublikums - Per Anhalter durch die Galaxis lässt grüßen! Da nützen auch keine Menschen mit Wolfsgenen und Flügeln, die sie sich zurückverdienen. Ganz interessant ist da die Sache mit Sean Bean: Offenbar hat er sich für seine Nebenrolle ordentlich bezahlen lassen, für den Fall, dass seine Figur im Film stirbt (was inzwischen zu einem Running Gag geworden ist). Zwar darf er diesmal überleben, dafür geht der Erfolg des Films flöten - ein echter „Catch 22“!

Selbst mit den Lieblingen des Zielpublikums in den Hauptrollen lassen sich mit viel Hoffnung höchstens die Kosten wieder ammortisieren. Wer sich jedoch ohne Vorbehalt ins Abenteuer stürzt, wird mit viel Dekadenz auf allen Ebenen „belohnt“. Besonders eklig dekadent und nihilistisch (und schon fast unfreiwillig komisch) wirkt Eddie Redmayne (diesmal als Bösewicht), der mit seiner heiser-leisen Stimme sehr gewöhnungsbedürftig klingt, dafür aber auch beachtlicherweise keineswegs an seine Oscar®-reife Darstellung des Stephen Hawking in Die Entdeckung der Unendlichkeit erinnert! ■ mz

Abenteuer/Drama/SciFi/Fantasy/Action
USA 2014
127 min
3D


mit
Mila Kunis (Jupiter Jones) Anja Stadlober
Channing Tatum (Caine Wise) Daniel Fehlow
Sean Bean (Stinger Apini) Torsten Michaelis
Eddie Redmayne (Balem Abrasax) Tobias Nath
Douglas Booth (Titus Abrasax) Patrick Roche
Tuppence Middleton (Kalique Abrasax) Marieke Oeffinger
Nikki Amuka-Bird (Diomika Tsing) Caroline Combrinck
James d'Arcy (Maximilian Jones) Torben Liebrecht
Maria Doyle Kennedy (Aleksa) Elisabeth Günther
Kick Gurry (Vladie) Benedikt Weber
Christina Cole (Gemma Chatterjee)
Gugu Mbatha-Raw (Famulus)
Christina Cole (Gemma Chatterjee)
Terry Gilliam (Minister für Stempel und Siegel) Mogens von Gadow
u.a.

drehbuch
The Wachowskis

musik
Michael Giacchino

kamera
John Toll

regie
The Wachowskis

produktion
Village Roadshow Pictures
Warner Brothers

verleih
Warner Brothers