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The Gambler
Literaturprofessor Jim Bennett scheut kein Risiko: Beim illegalen Glücksspiel setzt er alles auf eine Karte. So schuldet er mittlerweile nicht mehr nur seiner Mutter, die ihn längst abgeschrieben hat, eine Unmenge Geld – auch das Schwarzgeld des skrupellosen Gangsters Neville hat Jim komplett verzockt. Den Gegnern immer einen Schritt voraus, spielt er nun den aufgebrachten Gläubiger gegen Mister Lee, den Betreiber des illegalen Glücksspielrings, sowie den berüchtigten Kredithai Frank aus. Der risikoliebende und selbstgefällige Literaturprofessor gerät immer tiefer in die gefährliche und gnadenlose Untergrundwelt von Los Angeles. Es bleibt ihm nur noch eine Wahl: Er setzt sein eigenes Leben als Pfand ein. Ist es das Spiel um sein Leben?
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Es ist mal wieder Zeit für ein Remake! Hatten wir ja lange nicht. Diesmal folgen wir Mark Wahlberg durch die illegalen Spielhöllen der Unterwelt von Los Angeles. Die Geschichte wurde 1974 bereits mit James Caan erzählt. Irwin Winkler, Produzent des Originals, wandte sich für die Adaption an William Monahan (Departed – Unter Feinden), der ihm von Martin Scorsese wärmstens empfohlen worden war.

»Das Spielen ist in dieser Adaption nur ein Ausdruck für einen ganz grundsätzlichen Schritt in Richtung Selbstzerstörung. Er ist ein Mann, der alles hinter sich lassen und noch einmal von vorne anfangen will«, beschreibt Monahan die Hauptfigur. »Wie alle komplizierten Menschen kann man ihn unmöglich mit wenigen Worten beschreiben. Wenn sich eine Figur allzu leicht definieren lässt, dann hat man sich nicht genug Mühe mit ihr gegeben.«

Da mag er recht haben, doch auch die bestausgefeiltesten Figuren sind nur Makulatur, wenn keine originelle Geschichte erzählt wird. Spielsüchtige, zerbrochene Beziehungen/Freundschaften, Geldprobleme, Kredithaie - das hat man einfach schon zu oft porträtiert. Warum jetzt dieser Film? Vielleicht, weil die Hauptfigur ein eigenes Spiel mit der Spielsucht treibt...

Spätestens seit ►Pain & Gain wissen wir: Mark Wahlberg ist ein „Do-er“. Da war es eigentlich auch keine Überraschung, dass er die Rolle bereits übernahm, noch bevor ein Regisseur feststand: »Ich habe mich einfach wahnsinnig darauf gefreut, eine solche Rolle spielen zu können. Das ist ein Typ, der sich für nichts entschuldigt. Es ist ihm völlig egal, ob er lebt oder nicht – bis er Amy kennenlernt, die ihm einen Grund gibt, den Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen. Das ist zu diesem Zeitpunkt des Spiels aber alles andere als einfach, weil zu viele Leute noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen haben. Aber jetzt hat er endlich den Antrieb gefunden, sein Leben noch einmal von vorn beginnen lassen zu wollen.«

Regisseur Rupert Wyatt, der 2011 mit ►Planet der Affen: Prevolution Erfolge feierte, übernahm die Regie und erzählte die Geschichte den Umständen entsprechend ein wenig düster. Doch bis auf leicht schillernde Nebenfiguren und einen wahrlich tollen Soundtrack kann der Film nicht so recht überzeugen. Wahlberg spielt Bennett zwar souverän (man kann ihm einfach alles abkaufen, was er spielt), doch das Gesamtwerk ist und bleibt unspektakulär. Da ist in dem anderen Spielerfilm, Wild Card, der demnächst mit Jason Statham in der Hauptrolle startet, schon ein wenig mehr los... ■ mz

OT: The Gambler
Drama/Krimi
USA 2014
111 min


mit

Mark Wahlberg (Jim Bennett)
Brie Larson (Amy Phillips)
John Goodman (Frank)
Jessica Lange (Roberta)
Michael Kenneth Williams (Neville Baraka)
Alvin Ing (Mister Lee)
Anthony Kelley (Lamar Allen)
Emory Cohen (Dexter)
Andre Braugher (Rektor Fuller)
Richard Schiff (Juwelier)
Leland Orser (Larry Jones)
u.a.

drehbuch
William Monahan
nach dem Originaldrehbuch von James Toback

musik
Jon Brion
Theo Green

kamera
Greig Fraser

regie
Rupert Wyatt

produktion
Paramount Pictures
Winkler Films

verleih
Paramount

Kinostart: 15. Januar 2015