Samstag, 16. Dezember 2017

Iron Man 3


Pepper fragt sich, welche Pläne Aldrich Killian verfolgt.
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Pressekonferenz Iron Man III

Bei der Entwicklung der Story für Iron Man 3 versuchte Produzent Kevin Feige sicherzustellen, dass die Geschichte Tony Starks Persönlichkeitsentwicklung auf natürliche Weise fortführte und auch im Einklang mit den bereits im Kino gestarteten früheren Marvel-Verfilmungen stehen würde:

»Das Spannende und Aufregende an Iron Man 3 ist, dass der Film nicht nur die ersten beiden Filme fortführt und zum neuen Höhepunkt der Reihe wird, sondern, dass er darüber hinaus an die Ereignisse von Marvel’s The Avengers anknüpft. Damit ist er einer der ersten Filme, der zwei unterschiedliche Filme dramaturgisch fortsetzt. In gewisser Weise erhält der Film dadurch noch größere kreative Freiheit, er kann jetzt noch ungewöhnlicher und einzigartiger als seine Vorgänger sein. Und dieser Aspekt begeistert uns am meisten.«

Iron Man 3 konfrontiert den frechen, schnoddrigen, aber brillanten Konzernchef Tony Stark, und damit auch Starks Alter Ego „Iron Man“, mit einem Feind, dessen Einflussbereich grenzenlos ist und der überall zuschlagen kann. Nachdem seine private Welt von seinem Feind attackiert und zerstört wurde, begibt sich Stark auf eine qualvolle Mission, um die Verantwortlichen zu finden und zur Strecke zu bringen.

Diese Mission wird zu seiner größten Bewährungsprobe, erfordert in jeder einzelnen Phase all seine Kräfte. Weil Stark mit dem Rücken zur Wand steht, ist er bei seinem Kampf ums Überleben auf sich allein gestellt und muss sich auf seine Genialität und seine Instinkte verlassen, um die zu beschützen, die ihm am meisten bedeuten.

Während er sich zu alter Stärke zurückkämpft, entdeckt er die Antwort auf eine Frage, die ihn, unbemerkt von Anderen, schon immer verfolgt hat: Macht der Mann den Anzug oder der Anzug den Mann?

Der Film verknüpft zwei unterschiedliche Handlungsstränge miteinander. Stephen Broussard, einer der ausführenden Produzenten des Films, erklärt das näher: »Es gibt zwei klassische Geschichten in den „Iron-Man“-Comics, die eine ist älter, die andere etwas moderner. In der älteren Geschichte gibt es den Mandarin, einen der berühmtesten Bösewichte im gesamten Franchise. Seine Figur führt bis in die 1960er Jahre zurück. Wir wollten, dass Shane und Drew diese Figur in die Gegenwart führten und sie für den Zuschauer von heute weiterentwickelten.

Gleichzeitig wollten wir diesen Handlungsstrang mit einem anderen aus den Comics, mit „Extremis“, verbinden. Die Comics, die die „Extremis“-Story erzählen, kamen nicht allzu lange vor Iron Man, der 2008 gestartet wurde, auf den Markt. Es geht dabei um die biologische Stärkung und Optimierung des menschlichen Körpers und Tony muss sich in diesen Geschichten Menschen mit Superkräften stellen. Wir fragten uns deshalb, ob es nicht interessant wäre, diese beiden Geschichten für Iron Man 3 zu einer einzigen zu verschmelzen.«

Darüber hinaus hatte Tony Stark in Marvel’s The Avengers tatsächlich Angst, und das kann die Entwicklung seiner Figur in Iron Man 3 dramaturgisch zusätzlich befeuern. Vor Marvel’s The Avengers glaubte Tony Stark, er wäre der einzige Superheld auf der Welt. In Iron Man 3 muss er sich aber mit der Tatsache auseinandersetzen, dass dem nicht so ist.

Die zweite Regiearbeit von Shane Black, in dessen Debüt Kiss Kiss Bang Bang ebenfalls Robert Downey jr. die Hauptrolle gespielt hat, kann sich sehen lassen. Black, aus dessen Feder u.a. die Lethal-Weapon-Filme stammten, ist selbst ein Fan der „Iron-Man“-Comics und war auch schlichtweg begeistert, wieder mit Downey jr. zu drehen: »Es war für mich eine einmalige Chance, Iron Man 3 nach eigenem Drehbuch inszenieren zu können. Zumal Robert das Drehbuch immer auf ein höheres Niveau führt, das ist das Großartige an der Zusammenarbeit mit ihm.«

»Wenn man mit Tony Stark zusammenlebt, tauchen zwangsläufig immer Probleme auf«, erzählt Kevin Feige. »Tony verbringt seine ganze Zeit damit, an den Anzügen herumzutüfteln und neue Anzüge zu bauen. Mittlerweile ist er bei der Version Mark 42 angekommen. Für ihn ist es eine Zerstreuung, doch seine Besessenheit mit den Anzügen belastet die Beziehung zwischen ihm und Pepper, die sich nicht besonders gut entwickelt. Als ihm die Anzüge mit dem Angriff des Mandarin entrissen werden, muss er sich entscheiden, ob er sich weiter völlig dieser Besessenheit verschreibt oder den Teufelskreis durchbricht.«

Der ausführende Produzent Louis d’Esposito erklärt die Probleme Tony Starks noch genauer: »Tony hat Panikattacken, die im Film irgendwie komisch wirken, weil es scheinbar irrationale Ängste sind, die ihn in die Knie zwingen. Außerdem leidet er nach der Schlacht mit den Aliens in Marvel’s The Avengers an posttraumatischen Belastungsstörungen – zumindest ein bisschen. Auch hier gibt es eine humorvolle Komponente, aber auch einen ernsten Unterton, der die Gefühlslage eines Superhelden zeigt, der im Laufe von drei Filmen diese unglaublichen Ereignisse und Abenteuer durchstehen musste und sich nun ganz bewusst die Frage stellen muss, was das alles, gerade auch für ihn, zu bedeuten hat.«

Während Tony Stark und Pepper Potts im Film darum kämpfen, ihre Beziehung durch die auftretenden Startschwierigkeiten zu manövrieren, bleibt die Chemie auf der Leinwand zwischen Robert Downey jr. und Gwyneth Paltrow stark wie eh und je. »Meiner Ansicht nach ist es seine Verletzlichkeit, die Tony Stark zu einem so populären Filmhelden macht«, erläutert Gwyneth Paltrow.

»Robert kann so etwas einfach wunderbar spielen, denn er ist ein Schauspieler, der viele Facetten gleichzeitig zeigen kann. Es ist wunderbar, mit ihm zusammenzuarbeiten und das beobachten zu können. In einer Szene benutzt er einen ferngesteuerten „Iron-Man“-Anzug, der an seine Stelle tritt und vorgibt, er selbst zu sein. Im Grunde fällt das in die Typisch-Mann-Kategorie, bedeutet: „Ich will mich jetzt nicht mit meiner Freundin befassen“. Ich glaube aber, dass Tony einfach zu große Nähe meiden will. Es gibt in dieser Beziehung eine Grenze zwischen beiden, die Tony nicht unbedingt überschreiten will. Ich glaube, für ihn ist es sehr schmerzlich, sich mit ganzem Herzen auf sie einzulassen. Denn es geht so vieles in ihm vor, und er überlegt noch immer, wie er damit umgehen soll.«

Regisseur Shane Black erklärt, warum er seine Filme so gerne in der Weihnachtszeit spielen lässt: »Visuell kann man mit den Feiertagen einen eigenen kleinen, zeitlich eingekapselten Event erschaffen, man hat dann das Gefühl, dass alle Menschen etwas verbindet. Es ist einfach etwas, das man permanent im Hintergrund bemerkt. Es ist ein atmosphärischer Touch, es wird dadurch das Gefühl vermittelt, dass wir alle gemeinsam involviert sind. Und dieses Gefühl ist bei einem Actionfilm großartig, denn da braucht man etwas, das einen erdet.«

»Anfangs dachte ich nur: ‚Klar, Shane macht diesen Film, deshalb muss Weihnachten natürlich eine Rolle spielen'«, bemerkt Robert Downey jr.. »Dann aber erkannte ich, dass es der perfekte zeitliche Rahmen für Iron Man 3 war, denn innerhalb des Franchises ist es sozusagen Winter in der Entwicklung von Tony Starks Figur, und das wird durch diese Jahreszeit metaphorisch und emotional verkürzt gespiegelt.«

Eine der aufregendsten und wahnsinnigsten Stunts im Film ist das Einsammeln der aus dem Flugzeug gewirbelten Passagiere im freien Fall! Als Konzept und im Drehbuch war das eine aufregende Sequenz, aber eine Lösung zu finden, wie sie sicher und perfekt umzusetzen war, stellte die Filmemacher vor große Herausforderungen. »Es gab viele Wege und Methoden, diese Sequenz auf die Leinwand zu bringen«, räumt Louis d’Esposito ein.

»Weil es aber eine komplizierte Sequenz mit vielen aus einem Flugzeug stürzenden Personen war, dachten wir zunächst an die sicherste Methode: „Drehen wir das Ganze doch im Studio vor einem Green-Screen, dann müssen wir die Schauspieler nur an Drähte hängen und haben dann reichlich Kontrolle über die Sequenz.“ Dann aber schaltete sich Brian Smrz, der Regisseur des 2. Aufnahmeteams, ein und machte einen Vorschlag: „Ich kenne das Fallschirmspringer-Team von Red Bull. Warum werfen wir nicht einfach 13 Personen aus diesem Team aus einem Flugzeug, lassen die Kameras laufen und warten ab, was dann dabei herauskommt?“ Natürlich waren wir alle etwas skeptisch, dass das funktionieren würde. Aber sie machten Probeaufnahmen, und als dabei alles gut ging, begannen Brian und seine Mitarbeiter mit der Planung dieser Sequenz.«

Am Tag, an dem die Sequenz gedreht werden sollte, glückte dem Stuntteam und den Männern und Frauen vom Fallschirmspringerteam von Red Bull jeder Sprung. Gleichzeitig konnten die Kameraspezialisten für die Luftbildaufnahmen jeden einzelnen lebensgefährlichen Moment der Sequenz einfangen, dabei gelangen ihnen unglaubliche Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven, die in Sequenzen dieser Art normalerweise nicht zu sehen sind.

»Letztlich ist unser Flugzeug insgesamt 62 Mal aufgestiegen, gab es insgesamt über 500 Absprünge mit den versteckten Fallschirmen. Das übertrifft an Aufwand bei Weitem jede Sprungsequenz, die je in Angriff genommen wurde«, weiß Stuntkoordinator Jeff Habberstad zu berichten.

Die Filmemacher waren von den Resultaten begeistert, ganz besonders davon, dass Smrz und seine Mitarbeiter einen Großteil der Sequenz ohne Unterstützung digitaler Effekte gemeistert hatten. »In unseren Filmen kann man gewisse Dinge live am Set machen, alles andere übernehmen dann die Spezialisten für digitale Effekte«, erklärt Kevin Feige.

»Natürlich lieben wir digitale Effekte, unsere Filme wären ohne sie nicht denkbar, wenn man aber eine praktische Lösung finden und etwas direkt am Set drehen kann, ist das in der Regel der bessere Ansatz. Diese Stuntsequenz war bei Weitem die größte, die wir je direkt am Set praktisch gelöst haben.«

Ein weiterer einschneidender Moment war für die Filmemacher, als Ben Kingsley, von den talentierten Frisurspezialisten und Make-up-Künstlern in den Mandarin verwandelt, erstmals das Set betrat. »Ben Kingsley sah als Mandarin absolut bedrohlich aus, alle Schauspieler und Crewmitglieder empfanden das so, als er zum ersten Mal auf dem Set erschien«, erinnert sich Louis d’Esposito.

»Es ist ein toller Look, und meiner Ansicht nach werden die Zuschauer seine Darstellung dieser Figur lieben - mit all den kleinen Nuancen und Facetten, die er dafür eingebracht hat. Ich bin überzeugt, dass viele Zuschauer von seiner Darstellung überrascht sein werden.«

Eine dieser Facetten von Kingleys Darstellung blieb ein Geheimnis, bis der Schauspieler erstmals am Set erschien – es war die Stimme des Mandarin. Allerdings hatten zumindest die Filmemacher von Kingsley bereits einen akkustischen Vorgeschmack bekommen und wussten anfangs nicht, was sie davon halten sollten.

Bei der Kreation dieser Stimme ging Ben Kingsley genauso vor wie bei allen anderen Aspekten seiner Rollen – er ließ alles sich natürlich entwickeln. »Die Stimme kam eines Tages einfach aus mir raus, als ich arbeitete, verärgert war und in meinem Hotelzimmer herumtobte«, erinnert sich der Star. »Wegen des Lärms rief mich jemand vom Empfang an, und dann platzten aus mir spontan diese Stimme inklusive einiger Schimpfworte des Mandarin heraus – und daran habe ich mich später orientiert.«

»Meiner Ansicht nach hat dieser Film ein großes Herz und absolut überraschendes Ende«, lautet das Fazit von Gwyneth Paltrow. »Es geht darum, sich selbst zu entdecken und das, was wirklich im Leben zählt. Natürlich wird das alles im Rahmen eines aufregenden Films, der ein richtiges Actionfeuerwerk bietet, vermittelt. Es ist ein Film, der wirklich Herz besitzt.«

Robert Downey jr. ergänzt: »Gewissermaßen ist dieser Film für uns alle wie Weihnachten, der Feiertag aller Feiertage, der Iron Man und alle anderen übertrifft. Sollten wir nie einen besseren Film als diesen machen können, wären wir zufrieden, das glaube ich wirklich. Denn das ist wohl der beste „Iron-Man“-Film bis jetzt.«

Klar ist, man sollte von solch einem fantastischen Film keine großen inhaltlichen Erwartungen haben. Hier und da gibt es einige Ungereimtheiten, die manchen Leuten unangenehm aufstoßen könnten. Doch im Großen und Ganzen ist der Film wahrhaftig eine Kanone, die nicht nur Kugeln (und Leute) durch die Gegend schießt, sondern auch wie gewohnt immer wieder verbale Gags abfeuert. Warum der Film, der an Weihnachten spielt, im Frühjahr in die Kinos kommt, bleibt ein Rätsel. Somit funktioniert die weihnachtliche Stimmung des Films erst, wenn man sich den Film zur Weihnachtszeit daheim ansieht. Und natürlich gibt es nach dem Abspann wieder ein kleines Bonbon für alle Sitzengebliebenen! ■ mz

1. Mai 2013
OT: Iron Man 3
SciFi/Action/Abenteuer
USA 2013
131 min
3D
FSK 12


mit

Robert Downey jr. (Tony Stark/Iron Man) Tobias Meister
Gwyneth Paltrow (Virginia „Pepper“ Potts) Katrin Fröhlich
Don Cheadle (Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes) Dietmar Wunder
Guy Pearce (Aldrich Killian) Viktor Neumann
Rebecca Hall (Maya Hansen) Manja Doering
Ben Kingsley (Der Mandarin) Peter Matic
Jon Favreau (Happy Hogan) Michael Iwannek
James Badge Dale (Savin) Robin Kahnmeyer
Stephanie Szostak (Brandt) Victoria Sturm
Paul Bettany (Jarvis) Frank Schaff
William Sadler (Präsident Ellis) Bodo Wolf
Miguel Ferrer (Vizepräsident Rodriguez) Lutz Mackensy
Ty Simpkins (Harley Keener)
Shaun Toub (Ho Yinsen)
Mark Ruffalo (Bruce Banner) Norman Matt
u.a.

drehbuch
Drew Pearce
Shane Black
basierend auf den Comicbüchern von Stan Lee, Don Heck, Larry Lieber und Jack Kirby

musik
Brian Tyler

kamera
John Toll

regie
Shane Black

produktion
Paramount Pictures
Marvel Studios

verleih
Concorde

Kinostart: 2. Mai 2013