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Zack & Miri make a Porno


Miri und Zack wollen den Coffeeshop zum Filmstudio machen.
© Senator
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Was passiert, wenn sich zwei beste Freunde plötzlich an einem Punkt befinden, an dem sie zwischen Freundschaft und Liebe entscheiden müssen? Zack und Miri kennen sich seit Schulzeiten. Doch als sie aus Geldnot auf die verrückte Idee kommen, mit Freunden gemeinsam einen Pornofilm zu drehen und zu verkaufen, verändern sich ihre Gefühle füreinander drastisch...

Zack und Miri kennen sich seit Ewigkeiten und wohnen auch beinahe genauso lange als WG zusammen. Beide sind chronisch Pleite und haben nicht nur deswegen schon eine Menge gemeinsam durchgemacht, aber so schlimm wie im Moment war es noch nie. Als man ihnen auch noch Strom und Wasser abstellt, ist das Maß voll. Geld muss her, und zwar schnell und am besten auch noch viel. Eine Idee zur Beschaffung desselben ist rasch gefunden: Die zwei beschließen, einen Pornofilm zu drehen.

Nach Ladenschluss des Coffeeshops, in dem Zack jobbt, beginnen dort nun allabendlich die Dreharbeiten. Einige Freunde und ein paar eigens angeheuerte Profis machen sich mit Feuereifer an die Produktion. Auch Zack und Miri sollen vor der Kamera eine Liebesszene zum Besten geben. Das ist alles nur Sex, schwören sie sich vor Beginn der Dreharbeiten. Die Filmaufnahmen werden keinen Einfluss auf ihre Freundschaft haben. Doch was als kühl kalkulierte Geschäftsverbindung guter Kumpels beginnt, verändert sich im Lauf des Filmprojekts ziemlich heftig...

Kevin Smith ist seit seinem erfolgreichen Spielfilmdebüt Clerks bestens bekannt dafür, scheinbar Alltägliches auf höchst originelle Weise zu präsentieren. Seine minimalistisch gehaltenen Produktionen bestechen vor allem durch die brillanten Dialoge und im Sekundentakt folgenden Pointen. In Zack & Miri make a Porno zeigt Smith die teilweise irrwitzigen Dreharbeiten eines Laienpornos, ohne jemals ins Peinliche oder Schmierige abzurutschen. Mit erfrischend bösem, respektlosem Humor, voller Schwung und mit sehr viel Herz wird die Geschichte von Zack und Miri erzählt, die einfach nicht glauben wollen, wie gut sie zueinander passen.

Die Chemie zwischen Seth Rogen und Elizabeth Banks ist eine ganz spezielle. Vor der Kamera, aber auch sonst. Banks versucht eine Erklärung: »Die Arbeit mit Seth ist eine ständige Überraschung. Auf den unterschiedlichsten Ebenen. Er improvisiert enorm viel. Die Hälfte der Zeit weiß ich nicht, was er als nächstes tun oder sagen wird. Aber vielleicht macht ihn gerade das zu einem so tollen Schauspieler. In diesem Film darf er endlich einmal der romantische Held sein. Das finde ich witzig, und ich denke, dem Publikum dürfte es auch Spaß machen, ihn einmal in einer solchen Rolle zu sehen.«

Auch die frühere Pornodarstellerin Traci Lords hat während der Dreharbeiten beinahe ihr Herz an Rogen verloren: »Ich kann’s einfach nicht fassen, dass er erst in den Zwanzigern sein soll«, sagt sie. »Er ist noch so jung, aber schon so akkurat und ernsthaft und beherrscht, wenn es darauf ankommt. Es war mir ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten.« Für Elizabeth Banks findet Lords ebenfalls nur lobende Worte: »Sie ist so bezaubernd in diesem Film. Einfach hinreißend. Ich gehe jede Wette ein, dass sie danach ein absoluter Star werden wird.«

Kompliziert waren die Dreharbeiten nur aus zwei Gründen: Zum Einen, da Improvisationstalent Seth Rogen in Kevin Smith auf einen Regisseur traf, der genau das verlangte, was im Drehbuch stand. Und zum anderen, dass das gesamte Filmteam bei den angeblichen Pornoszenen mit phantasievollen Episodentiteln wie „Swallow my Cockaccino“ oder „Star Whores“ permanent in schallendes Gelächter ausbrach.

Im Grunde bietet der Film beides: eine leicht sexuell aufgeladene Stimmung, parallel dazu aber auch den klassischen Plot einer romantischen Komödie, in der zwei ehemals beste Freunde ihre Liebe zueinander entdecken. Die Besetzung allein garantiert bereits, dass es sich bei dem Film nicht um irgendeinen Pornofilm handelt, sondern eben um einen Film über Porno. »Das Ganze ist ein Spaß, ein bisschen albern, ein bisschen schmutzig, aber mit einem reinen Herzen«, fasst Kevin Smith zusammen. Dem ist nichts hinzuzufügen oder entgegenzustellen. ■ mz

OT: Zack and Miri make a Porno
Komödie
USA 2008
102 min

mit
Seth Rogen (Zack Brown) Tobias Kluckert
Elizabeth Banks (Miriam Linky) Debora Weigert
Craig Robinson (Delaney) Tilo Schmitz
Jason Mewes (Lester)
Jeff Anderson (Deacon) Viktor Neumann
Traci Lords (Bubbles) Christin Marquitan
Katie Morgan (Stacey) Bianca Krahl
Ricky Mabe (Barry)
Brandon Routh (Bobby Long)
Gerry Bednob (Mr. Surya)
Justin Long (Brandon St. Randy) Julien Haggége
Tisha Campbell-Martin (Delaneys Frau) Martina Treger
Jennifer Schwalbach (Betsy) Heike Schroetter
Anne Wade (Roxanne) Victoria Sturm
Kenny Hotz (Zack II) Karlo Hackenberger
u.a.

drehbuch
Kevin Smith

musik
James L. Venable

kamera
David Klein

regie
Kevin Smith

produktion
Blue Askew
The Weinstein Company
View Askew Productions

verleih
Senator

Kinostart: 13. August 2009