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Hangover
The Hangover
Zwei Tage vor der Hochzeit feiert Doug in Vegas mit seinen Freunden Stu und Phil und dem künftigen Schwager Alan Abschied vom Singledasein. Doch am Morgen danach ist Doug verschwunden und mit ihm jede Erinnerung an die Nacht der Nächte. Unter Kopf- und Zeitdruck muss das verbliebene Trio klären, was mit Doug und ihnen passierte. Warum ein Baby im Schrank und ein Tiger im Bad lag. Wieso eine Stripperin ehetauglich und ein Gangster gewalttätig wurde. Ein unvergessliches Abenteuer, an dessen Ende nicht nur für Doug ein neues Leben beginnt.
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Mindestens einmal pro Jahr kommt ein Film in die Kinos, in dem Las Vegas eine Rolle spielt. Ganz im Stil von Bachelor Party - Die wüste Fete (1984) und Ey Mann, wo ist mein Auto? (2000) kommt nun dieses Juwel männlichen Ungehorsams ins Kino. Wenn man besagte Filme mit Las Vegas zusammenmischt, bekommt man einen Hangover, zu gut deutsch einen Kater. Dieser hier hat es jedoch in sich.

Zwei Tage vor seiner Hochzeit fährt Doug mit seinen Freunden Phil und Stu und seinem zukünftigen Schwager Alan nach Las Vegas, um richtig einen draufzumachen: Diese Junggesellenparty wollen sie ihr Leben lang nicht vergessen. Doch als die drei Trauzeugen am nächsten Morgen mit dröhnenden Schädeln aufwachen, erinnern sie sich an nichts mehr. Ihre Luxushotelsuite ist ein Trümmerfeld und der Bräutigam spurlos verschwunden.

Weil die drei einen totalen Filmriss haben und die Zeit knapp wird, versuchen sie die fatalen Ereignisse der vergangenen Nacht zu rekonstruieren: Irgendetwas ist fürchterlich schief gelaufen. Jedenfalls muss Doug schleunigst zurück nach L.A., wenn der Hochzeitstermin nicht platzen soll. Doch mit jedem Puzzleteil, das sie finden, wird deutlicher, wie tief sie wirklich im Schlamassel stecken.

Old School-Regisseur Todd Phillips inszenierte diese wahnwitzige Komödie mit jeder Menge Slapstick und skurrilem Humor, der nicht Jedermanns Geschmack ist. Deftig und schwarzhumorig wird der Abend der illustren Gang reüssiert. Das Ganze wirkt wie eine Schnitzeljagd, eine Detektivgeschichte mit Aha!-Effekt. Man stelle sich vor, man wacht im zertrümmerten Hotelzimmer auf, in dem sich ein Baby befindet, ein Tiger im Bad eingesperrt ist, auf dem sprudelnden Whirlpool schwimmen Partypuppen, ein verbrannter Stuhl schwelt noch und ein Sofa baumelt von der Decke. Was ist Ihre Meinung, Watson?

Sympathikus Bradley Cooper spielt den Anführer, den kühlen Kopf der Clique. Er ist der solide Bezugspunkt bei der Odyssee, während Zach Galifianakis sein komödiantisches Talent als eigenartig infantiler Perversling ausschöpft. »Alan hat bei zu vielen Raves eindeutig zu viele Barbiturate geschluckt«, sagt Galifianakis. »Das Tolle an dieser Rolle: Sie muss nicht nachvollziehbar sein. Grundsätzlich achtet ein Schauspieler beim Gestalten der Rolle natürlich auf Motivationen, die zum Gesamtbild der Figur passen. Doch Alan folgt nur seiner eigenen perversen Logik.«

»Humor wirkt am besten, wenn er aus dem Herzen kommt«, erläutert Regisseur Todd Phillips. »Wir müssen den Jungs glauben, dass sie sich umeinander Sorgen machen, dass sie sich nahe sind – erst dadurch wird die Story mehr als eine Aneinanderreihung von Gags. Es geht um den natürlichen Humor und die Peinlichkeiten in Männerfreundschaften, um das, was sie zusammenhält. Bei Komödien macht die Besetzung 70 Prozent aus. Natürlich ist die Story wichtig, aber dann geht es auch um das Timing, um das Zusammenspiel großartiger Komiker und ihre Reaktionen auf die Situation und aufeinander. Das Drehbuch war das Gerüst, das Bradley, Ed und Zach aufgenommen und verinnerlicht haben. Dasselbe gilt für die Schauspieler in den Nebenrollen. Wenn man in einem Film wahrhaft witzige Leute zusammenbringt, ergibt sich die Dynamik von selbst.«

Viel mehr kann man dem nicht mehr hinzufügen. Es gibt allerdings noch einen kleinen Insidergag. Filmfans werden vielleicht die bei der Hochzeit auftretenen Entertainer wiedererkennen: der respektlose Sänger Dan Finnerty mit seiner Dan Band, die bereits in Phillips’ Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen und Starsky & Hutch mit dabei waren. ■ mz

Komödie
USA/D 2008
100 min

mit
Bradley Cooper (Phil Wenneck) Tobias Kluckert
Ed Helms (Stu Price) Uwe Büschken
Zach Galifianakis (Alan Garner) Michael Iwannek
Justin Bartha (Doug Billings) Marcel Collé
Heather Graham (Jade) Katrin Fröhlich
Sasha Barrese (Tracy Garner) Ghadah Al-Akel
Jeffrey Tambor (Sid Garner) Helmut Gauß
Ken Jeong (Mr. Chow) Axel Malzacher
Rachael Harris (Melissa) Gundi Eberhard
Mike Tyson Jan Odle
Mike Epps (Dennis Schmidt-Foß)
u.a.

drehbuch
Jon Lucas
Scott Moore

musik
Christophe Beck

kamera
Lawrence Sher

regie
Todd Phillips

produktion
Warner Brothers Pictures
Legendary Pictures
Green Hat Films
IFP Westcoast Erste

verleih
Warner Brothers

Kinostart: 23. Juli 2009