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Transporter 3
Le Transporteur 3
Sein ruhiges Leben an der französischen Riviera hatte sich Frank Martin eigentlich anders vorgestellt: Als der skrupellose Ex-Soldat Jonas Johnson Valentina, die Tochter des ukrainischen Umweltministers entführt, um diesen zu zwingen, einer Firma das Entsorgen von Giftmüll in der Ukraine zu erlauben, hat sich Martin ausgesonnt. Johnson nötigt ihn die Tochter von Marseille nach Odessa zu fahren. Um sicherzugehen, dass Martin seinen Auftrag erfüllt, werden er und Valentina mit Armbändern ausgestattet, die explodieren, wenn sich einer der beiden mehr als 20 Meter vom Auto entfernt.
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Interview mit Regisseur Olivier Megaton
Interview mit Robert Knepper
Interview mit Natalja Rudakowa

Eigentlich hatte sich Frank Martin nach seinem letzten Einsatz in Miami dafür entschieden, seinen Job als Kurierfahrer gegen ein zurückgezogenes Leben an der französischen Riviera einzutauschen. Frank Martin im Ruhestand? Für seine Fans unvorstellbar. Und genauso unvorstellbar für die Gangster, die ihn wieder ins Spiel bringen wollen, ob er nun will oder nicht. Frankreichs Actionspezialist Nummer Eins Luc Besson schickt Jason Statham erneut auf die Piste - getreu dem Motto: Aller guten Dinge sind drei.

Alle paar Monate werden die Damen bei der sprichwörtlichen Stange gehalten, wenn er auf der Leinwand zu sehen ist - Jason Statham. Zuletzt war er in dem Remake Death Race zu sehen, das allerdings viel brutaler und kompromissloser daherkommt als dieser unterhaltsame Aperitif hier. Er ist charmant, sieht gut aus, ist ein wahnsinnig exzellenter Fahrer und verzückt die Damen mit seinen Muskelspielchen.

Besonders die Szene, in der der Schauspieler einen wunderbaren Stripkampf hinlegt, gab Olivier Megaton die Möglichkeit, die zuckenden Muskeln von Jason Statham effektvoll zu präsentieren: »Im letzten Jahr arbeitete er hart, um außergewöhnliche Körperkonturen zu formen. Der Gewichtsverlust zeigt sich in seinem Gesicht und erhöht sein Charisma. Wir versuchten, das Beste aus seiner athletischen Statur herauszuholen. Die Idee hinter der Stripteaseszene war, Valentina zu zeigen, dass Frank nicht nur ein Kraftmeier ist, sondern auch einen traumhaften Körper hat, der einen Reiz auf sie ausübt. Ganz klar, dass er den weiblichen Zuschauern auch gefallen wird.«

Für alle die, die die ersten beiden Transporter-Filme nicht gesehen haben, sei erwähnt: Das macht nichts! Jeder Film ist in sich abgeschlossen, lediglich die Figuren haben eine gewisse Entwicklung vorangelegt, die sich hier oder dort in einem Kommentar wiederfindet. Doch im Großen und Ganzen ist der Film ohne Vorkenntnis genauso flüssig.

Worum geht es diesmal? Im Auftrag der Entsorgungsgesellschaft EcoCorp hat Johnson Valentina, die Tochter des ukrainischen Umweltministers Leonid Wasilew, entführt, um so eine offizielle Genehmigung für die Entsorgung von Giftmüll in der Ukraine zu erpressen. Franks Rolle in diesem perfiden Spiel: Er wird gezwungen, Valentina von Marseille aus quer durch Europa nach Odessa zu chauffieren und so den Suchtrupps Wasilews zu entkommen. Um sicherzustellen, dass Frank den Auftrag erfüllt, legt Johnson sowohl ihm als auch der attraktiven und schlagfertigen Valentina elektronische Armbänder an, die explodieren, sollten sich beide auch nur 20 Meter von ihrem Auto entfernen. Auf diese Weise aneinander gebunden, beginnt ein actionreiches Katz-und-Maus-Spiel, das Frank vor völlig neue Herausforderungen stellt, die nicht nur mit seinem Auftrag zu tun haben.

»Das Neue in dieser Fortsetzung der Geschichte ist die echte Gefahr, die über Frank schwebt«, erzählt Regisseur Olivier Megaton. »Zum ersten Mal in seiner Laufbahn steht er einem Furcht erregenden Kontrahenten gegenüber, was ihn mächtig unter Druck setzt. Zudem verliebt er sich, was ihn in noch größere Gefahr bringt. Ungebunden war er wie eine coole Maschine. Verliebt ist er nun jedoch verwundbar. Frank zeigt Gefühle und weigert sich, Valentina zurück zu lassen, um seine eigene Haut zu retten. Es steht viel mehr als bisher auf dem Spiel, was der Figur eine neue Dimension gibt. Durch diese Konfrontation sind wir mitten im Kodex eines großartigen Actionfilms.«

Transporter 3 ist ein reiner Unterhaltungsfilm mit rasanter Action, die größtenteils auf CGI-Effekte verzichtet. Zwar fallen einige physikalische Ungereimtheiten auf - ich erwähne lediglich die Szene, in der Frank samt Auto in einem See landet und untergeht, und sich doch wieder aus dem Schlammassel retten kann -, doch solche Dinge, wo man selbst Erklärungen hinzu dichtet, damit sie einem plausibler erscheinen, machen den Film zu dem, was er ist. Es macht Spaß zu sehen, wenn unglaubliche Stunts, erstklassige Schauspieler und eine intelligente Handlung zu einer Erlebniskomposition verschmelzen, die den Zuschauer zum Ausruf bewegen: So hätte der Bond sein sollen! ■ mz

Action/Thriller
F 2008
104 min


mit
Jason Statham (Frank Martin) Leon Boden
Natalja Rudakowa (Valentina)
François Berléand (Inspektor Tarconi) Reinhard Glemnitz
Robert Knepper (Jonas Johnson) Udo Schenk
Jeroen Krabbé (Leonid Wasilew) Hartmut Neugebauer
Timo Dierkes (Otto) Torsten Münchow
u.a.

drehbuch
Luc Besson
Robert Mark Kamen

musik
Alexandre Azaria

kamera
Giovanni Fiore Coltellacci

regie
Olivier Megaton

produktion
Europa Corp.
TF1 Films Production
Grive Productions
Apipoulaï Productions
Current Entertainment
Canal+
CinéCinéma

verleih
Universum Film